Freitag, 15. Juli 2011

Ein völlig falscher Eindruck ...

soll es also nun plötzlich sein, der bezüglich der Pfarrei St. Peter in Bruchsal entstanden sei - siehe den vorhergehenden Blogeintrag. Um der Redlichkeit willen sei deshalb hier auf die entsprechende neue Erklärung des dortigen Pfarrgemeinderats hingewiesen:
"Durch das frühzeitige und für uns in diesem Maße unerwartete öffentliche Interesse zu diesem Zeitpunkt ist vielerorts ein völlig falscher Eindruck entstanden. Es ist den Pfarrgemeinderäten und Pfarrgemeinderätinnen deshalb ein großes Anliegen ausdrücklich zu betonen, dass wir zu keinem Zeitpunkt strukturelle Veränderungen, ein Schisma oder eine Abspaltung von der Kirche beabsichtigt haben. Das genaue Gegenteil ist unser Anliegen. (...)
Dass es uns nicht zusteht, Entscheidungen zu treffen, denen kirchliches Recht entgegensteht bzw. die unsere Kompetenz überschreiten, ist uns bewusst. Der Pfarrgemeinderat erkennt daher an, dass der Beschluss vom 28. Juni 2011 rechtlich ungültig und formal gar nicht zustande gekommen ist. Es geht bei den Formulierungen auch nicht um Erklärungen im Sinne eines "declaramus" oder darum bestehende Vorschriften selbstherrlich über Bord zu werfen. Es ist uns ein Anliegen, einerseits die drängende Notwendigkeit und gleichzeitig eine tief empfundene Sehnsucht zum Ausdruck zu bringen."
Soweit, so gut. Leider ist der Rest des Textes nicht sehr geeignet, die aufgrund der ersten Erklärung (s. u.) aufgetretenen Bedenken tatsächlich zu zerstreuen. Es wird offensichtlich versucht, medialen Flurschaden zu begrenzen, ohne inhaltlich etwas zurückzunehmen. Man kennt diese Art der windelweichen Formulierungen doch allzu gut aus dem politischen Tagesgeschäft, in dem eine Erklärung heute schon als traditionalistisch gelten darf, wenn sie das einst von Konrad Adenauer gesetzte Zeitlimit von einem Tag ("Geschwätz von gestern") unbeschadet übersteht.

1 Kommentar:

  1. Das ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Weite Teile der Kirche sind den Bischöfen längst entglitten.

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