Freitag, 31. Dezember 2010

Das alte Jahr vergangen ist



Ein Jahr Blog "Musica in tempore" - meine kurze persönliche Bilanz fällt gemischt aus. Einerseits bin ich durchaus zufrieden mit der Resonanz, die sich in den Leserzahlen niederschlägt - mein herzlicher Dank dafür geht vor allem an alle Kolleginnen und Kollegen aus der katholischen Blogözese, die durch Verlinkungen auf ihren Blogs zur Verbreitung beigetragen haben und dies auch künftig tun wollen. Andererseits mußte ich feststellen, daß die regelmäßige "Befütterung" eines Blogs mit inhaltlich interessanten und qualitätvollen Beiträgen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als mir dies im vergangenen Jahr möglich war. Der Vorsatz, in Zukunft etwas aktiver zu werden, steht - ob er sich verwirklichen läßt, wird die Zeit zeigen.
Zwei Beiträge dieses Blogs haben heuer eine weit überdurchschnittliche Aufmerksamkeit erfahren. Ob ich mich darüber freuen soll, weiß ich nicht recht, denn beide befaßten sich mit eher unangenehmer Thematik. Die persönlichen ERINNERUNGEN an meine Sängerzeit unter Domkapellmeister em. Georg Ratzinger waren ausgelöst worden durch die Mißbrauchsmeldungen, die auch die Regensburger Domspatzen erschütterten. Und auch mein LAMENTO über das skandalöse Vorgehen der Deutschen Bischofskonferenz bezüglich der Neuübersetzung des Deutschen Meßbuchs erregte einiges Aufsehen.

Ich möchte an dieser Stelle allen Leserinnen und Lesern danken, die ihre Zeit und Aufmerksamkeit der Lektüre meiner Beiträge gewidmet und auch durch Kommentare zur Lebendigkeit dieses Blogs beigetragen haben. Ihnen allen wünsche ich einen guten Start in das neue Jahr und Gottes Segen für Ihr privates und berufliches Leben und Wirken.

Auf ein Neues im Jahr des Herrn 2011!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Verbum caro factum est



Allen Lesern wünsche ich von Herzen eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit!

Montag, 20. Dezember 2010

Eine Choralphobie ...

... im Bistum Passau konstatierte kürzlich ein Bekannter im Gespräch. Und wie es scheint, hat er damit nicht Unrecht. Halboffiziell bestätigt wird nämlich diese private Beobachtung durch eine Statistik, die dieser Tage auf der bistumseigenen HOMEPAGE veröffentlicht wurde.
Demnach sind in den unterschiedlichsten kirchlichen Musikgruppen der Diözese insgesamt 12.512 Personen aktiv, die sich wie folgt verteilen:

263 Erwachsenenchöre: 5.899 (47,1%);
102 Kinderchöre: 1.852 (14,8%);
91 Instrumentalkreise/NGL: 1.827 (14,6%);
80 Jugendchöre: 1.335 (10,7%);
72 Bläsergruppen: 1.442 (11,5%);
8 Kleinkindergruppen: 129 (1,0%);
5 Choralscholen: 28 (0,2%).

„Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer kann auf großes ehrenamtliches Engagement bauen, wenn er solche beeindruckende Zahlen mitteilt“ schreibt das Bistum. In der Tat, „beeindruckende Zahlen“, was die vom II. Vatikanischen Konzil so eindeutig geforderte Pflege des Gregorianischen Chorals als „Mutter aller Kirchenmusik“ betrifft. Selbst die Krabbelmusiker übertreffen die Choralsänger zahlenmäßig um das Fünffache. Da wundert einen eigentlich nichts mehr, was den desolaten Zustand der Kirchenmusik hierzulande betrifft.

„Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen.“
II. Vatikanisches Konzil, Konstitution über die Heilige Liturgie
„Sacrosanctum Concilium“ Nr. 116
Wo sind denn die Konzilsanerkenner?

Mittwoch, 8. Dezember 2010

In memoriam ... Wolfram Menschick

Tobias Weber, Wolfram Menschick, Erich Weber, Herbert Paulmichl

Prof. Dr. h. c. Wolfram Menschick
Geboren am 28. Oktober 1937 in Pielenhofen
1969 bis 2002 Domkapellmeister, Domorganist
und Diözesanmusikdirektor des Bistums Eichstätt
Verstorben am 8. Dezember 2010 in Eichstätt

Prof. Wolfram Menschick war unserem Verlag durch die Veröffentlichung seiner Motette "Cantantibus organis" verbunden, die er im Jahr 2007 anläßlich des 70. Geburtstages meines Vaters Erich Weber komponiert hatte. Das obige Foto zeigt ihn (2. v. links) bei der Geburtstagsfeier für Erich Weber, bei der auch die Festschrift überreicht wurde, in der diese Komposition abgedruckt ist.
Mit Wolfram Menschick ist einer der produktivsten und meistgesungenen Kirchenmusikkomponisten der katholischen Kirche seit dem II. Vatikanischen Konzil von uns gegangen. Möge ihm der Herr, dessen Lob er unermüdlich gesungen und komponiert hat, seinen lebenslangen treuen Dienst an der Musica Sacra reich vergelten.
R. I. P.

Freitag, 3. Dezember 2010

Licht der Welt!

"Ein Mann, den man in einen dunklen Raum stellen könnte - selbst da würde er noch leuchten."
BENEDETTA, wie recht Du hast!