Montag, 17. Mai 2010

ÖKToberfestnachlese

"Jemand ist zu Gast in einem fremden Haus. Er wird freundlich empfangen. Aber plötzlich fängt er an, sich aufzuplustern. Die eigene Villa sei ja weit schöner. Schönere Vorhänge. Feineres Parkett. Das bessere Klima. Und überhaupt: Alles viel moderner als dieser alte Schuppen hier. (...)
Das Schema ist recht übersichtlich: hier die Aufgeklärten – dort die Doofen. Hier der Fortschritt – dort der Rückschritt. Hier weltoffen – dort vernagelt. Tja, die arme Verwandtschaft. Glücklich, wer sich zu den besseren zählen darf. Dankbar, wer sich auf Kosten der anderen profilieren kann."
Diese und weitere nachdenklich stimmende Gedanken von Peter Seewald über die Bilanz des ÖKT kann man HIER nachlesen.

Apropos Bilanz: Laut Medienberichten beteiligten sich an diesem seit Jahren eifrig beworbenen Spektakel ca. 130.000 Dauer- und mehrere Zehntausend Einzelgäste bei rund 3.000 Einzelveranstaltungen. Daß es sich somit letztlich um eine kirchensteuerfinanzierte Randerscheinung handelte, in der im Aussterben begriffene Seniorenlesezirkel wie "WsK" oder hasenhüttelnde ökumenische Geisterfahrer eine völlig unangemessene mediale Berücksichtigung erfahren haben, zeigt ein simpler Zahlenvergleich:
Alleine beim Gottesdienst von Papst Benedikt in Fatima in der vergangenen Woche waren mehr als 500.000 Menschen anwesend, beim "Regina Caeli"-Gebet am vergangenen Sonntag füllten über 200.000 Gläubige die Piazza San Pietro in Rom, und selbst das DFB-Pokalfinale in Berlin brachte es noch auf über 75.000 Zuschauer.

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