Montag, 15. März 2010

"Wann hört das endlich auf?"

Foto: (c) Bistum Regensburg

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller besuchte heute das Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen zum Gespräch mit der Leitung und allen Schülern des Hauses. Aus einer PRESSEMITTEILUNG des Bistums Regensburg:
"Schnell wurde deutlich, was die Jungen, die den Bischof mit tosendem Beifall empfingen, diese Tage beschäftigt: „Was hat das alles mit uns zu tun? Wir können nicht mal mehr Besorgungen in der Stadt machen, ohne von Journalisten belästigt zu werden. Manche Menschen beleidigen uns sogar! Wann hört das endlich auf?“, klagten die Jugendlichen.
Bischof Gerhard Ludwig fand klare Worte und ermutigte die Schüler: „Ich habe vollstes Vertrauen zu unseren Domspatzen und allen Erziehern, Lehrern und Bediensteten dieses Hauses. Was in vergangenen Jahrzehnten durch einzelne begangen wurde, wird lückenlos aufgeklärt. Diese Einzelfälle spiegeln auch nicht die Realität der großen Domspatzentradition wider. Ich weiß, was Ihr hier alle tagtäglich im Schulbereich, den Chorproben und auf den vielen Konzerten großartiges leistet. Lasst Euch nicht entzweien“."
Dem Regensburger Bischof ist es hoch anzurechnen, daß er auf diese Weise seine Solidarität mit den unschuldigen Leidtragenden der jüngsten Pressekampagnen demonstriert: den heutigen Schülern der Domspatzen, die man durchaus als "Mißbrauchsopfer" eines mehr an Schlagzeilen als an Tatsachen interessierten Journalismus betrachten darf.

Zu wünschen wäre freilich, daß diese Solidarität  auch den ehemaligen Domkapellmeister Georg Ratzinger einschließt, für den bisher weder "Offizielle" des Bistums oder der Domspatzen öffentlich und vernehmbar Partei ergriffen haben, noch seine ehemaligen Sänger. So muß dieses peinliche Schweigen nach außen zwangsläufig den Eindruck erwecken, als seien die kolportierten Vorwürfe gegen ihn irgendwie schon berechtigt. Hat Georg Ratzinger das verdient, daß er auf seine alten Tage mit jedem Dreck beworfen werden darf, der irgendwo in der Gosse herumliegt? Daß man ihm nach dem "Hosanna" für den "Papstbruder" (der er nie sein wollte!) nun unwidersprochen das "Crucifige" für den unmenschlichen Tyrannen (der er nie war!) nachschreien darf? Herr Bischof, bitte finden Sie auch dazu bald klare Worte!

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