Mittwoch, 13. Januar 2010

Vatikanische Fremdgänger ...

Die italienische Tagesausgabe des L'OSSERVATORE ROMANO berichtet heute über eine musikalische Premiere: Am 9. Januar trat die Blaskapelle des Vatikanischen Gendarmeriekorps erstmals in ihrer Geschichte außerhalb der vatikanischen Staatsgrenzen auf (zur Verkündung des Paulus-Jahres hatte sie sich zwar in der Basilica San Paolo fuori le Mura befunden und damit erstmals außerhalb des eigentlichen Vatikanstaates, aber immerhin noch auf vatikanischem Hoheitsgebiet). Anlaß der "Auslandsreise" nach Pescara (Region Abruzzen, direkt an der Adria gelegen) war ein Konzert zur alljährlichen Giornata Nazionale della Bandiera, dem staatlichen Gedenktag an die Einführung der Tricolore in den Farben grün-weiß-rot als italienischer Nationalflagge am 7. Januar 1797.
Das Vatikanische Gendarmeriekorps umfaßt insgesamt etwa 130 Gendarmen. Insofern ist die im Bericht des OR erwähnte Anzahl von 65 Musikern, die in der Blaskapelle aktiv sind, durchaus bemerkenswert (zumal es ja daneben noch ein eigenes Musikkorps der Schweizergarde gibt). Auch die Namen des Kommandanten der Kapelle Giuseppe D'Amico und des musikalischen Leiters Giuseppe Cimini finden sonst kaum jemals Erwähnung - obwohl ihr Wirken sicherlich nicht weniger fruchtbar ist als das der päpstlichen Sängerkapelle, die unlängst hier thematisiert wurde ...

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