Samstag, 23. Januar 2010

It don't mean a thing ...

... IF IT AIN'T GOT THAT SWING - dieses von Irving Mills formulierte und von Duke Ellington vertonte Motto gilt in besonderer Weise für einen Gitarristen, Komponisten und Bandleader, dessen Aufnahmen ich persönlich meine erste und bis heute nachwirkende Berührung mit dem Jazz verdanke: Django Reinhardt, der heute vor 100 Jahren, am 23. Januar 1910 im belgischen Liberchies als Angehöriger des französischen Sintivolkes der Manouches unter dem Namen Jean Reinhardt geboren wurde.
Obwohl er bei einem Brand seines Wohnwagens schwer verletzt wurde und fortan nur noch zwei Finger seiner linken Hand voll gebrauchen konnte, entwickelte er eine virtuose Spieltechnik auf der Gitarre und gleichzeitig den typischen "Gipsy"-, also "Zigeuner-"Swing, eine Mischung aus dem New-Orleans-Jazz, der französischen Musette-Musik und der traditionellen Zigeunermusik. Mit seinem Quintett "Hot Club de France" wurde er zur Legende und in gewisser Weise zum Vater des europäischen Jazz. Notenlesen konnte er übrigens Zeit seines Lebens nicht.

Als Geburtstagsständchen hier eine berühmte Aufnahme mit Django Reinhardt (Gitarre) sowie Stéphane Grappelli und Eddie South an den Violinen in einer Improvisation über den ersten Satz von Johann Sebastian Bachs Konzert in d-moll für 2 Violinen und Streicher BWV 1043.





Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Django_Reinhardt

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