Montag, 18. Januar 2010

Claudio Casciolini zum 250. Todestag

Wieder gilt es, eines Komponistenjubiläums zu gedenken: Vor 250 Jahren, am 18. Januar 1760 verstarb in Rom Claudio Casciolini, eine "der größten Zierden" der römischen Komponistenschule, wie Carl Proske im II. Band seiner "Musica Divina" anmerkt.
Der am 9. November 1697 in Rom geborene Casciolini heiratete am 14. Januar 1724 in der Basilika S. Lorenzo in Damaso seine Frau Maria Teresa Mazza; von April 1726 bis zu seinem Tode war er Kantor bzw. Bassist und möglicherweise auch Kapellmeister an dieser Kirche. Er gehörte zu den Musikern der Congregazione und der Accademia di S. Cecilia in Rom, für die er einige der schönsten Werke der Kongregation komponierte. Casciolini gehört der Tradition der römischen Schule an, die sich dem Ideal des Palestrinastils verpflichtet wußte und auf die Verwendung des zeitgemäßen Generalbasses verzichtete. Von verschiedenen Gelehrten, die sich mit der Kirchenmusik seiner Epoche beschäftigten, wurde er wegen seiner reichen Erfindungsgabe und meisterhaften Beherrschung der Regeln des strengen A-cappella-Stils als ausgezeichneter Kontrapunktiker und gelehrter Komponist gelobt.


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