Sonntag, 31. Januar 2010

In memoriam ... Bischof Rudolf Graber

Prof. Dr. Rudolf Graber
Geboren am 13. September 1903
Verstorben am 31. Januar 1992
Bischof von Regensburg von 1962 bis 1982

Link: Die Kirche von Regensburg gedenkt Bischof Dr. Rudolf Grabers

Donnerstag, 28. Januar 2010

... novo cedat ritui

Die katholische Kirche begeht heute den Festtag des größten Theologen, der ihr seit der Zeit der Kirchväter geschenkt wurde: THOMAS VON AQUIN, geboren um 1225 auf Schloß Roccasecca bei Aquino, gestorben am 7. März 1274 in der Abtei Fossanova in Latium.
Auch wenn sich kleine Schriften zur Musik, die ihm zugeschrieben wurden, inzwischen als nicht authentisch herausgestellt haben, so verdankt ihm die Kirche doch einen ihrer wertvollsten liturgischen Schätze in Gestalt des Hymnus "PANGE LINGUA". Obwohl dessen Textzeile aus der 5. Strophe "et antiquum documentum novo cedat ritui" nach dem II. Vatikanischen Konzil zum Schlachtruf der liturgischen Ikonoklasten geworden zu sein scheint, gibt es wohl keinen anderen Gesang, der sich bis heute in der Fassung des Gregorianischen Chorals so ungebrochener Wertschätzung selbst in den kleinsten Landpfarreien erfreuen kann. Die gesamte eucharistische Glaubenslehre der katholischen Kirche findet sich darin in einer nie wieder erreichten Verdichtung formuliert.

Nachfolgend eine zeitgenössische Vertonung des ungarischen Komponisten György Orban (geb. 1947), die den Akzent deutlich auf den hymnischen, also lobpreisenden Charakter des Textes legt und weniger auf das "mysterium".


Samstag, 23. Januar 2010

Regensburger Erstaufführung


Am morgigen Sonntag feiert die Katholische Stadtpfarrei St. Cäcilia in Regensburg mit den Mönchen des Paulinerordens, die seit 1994 die Pfarrseelsorge versehen, nachträglich das Fest des Ordenspatrons Paulus von Theben. Aus diesem Anlaß erklingt beim Festgottesdienst um 10 Uhr in der Pfarrkirche als Regensburger Erstaufführung die "Missa Sanctae Caeciliae super 'Cantantibus organis'" des niederbayerischen Komponisten Stefan Trenner (geb. 1967). Das in unserem Verlag erschienene Werk entstand im Jahr 2007 als Widmungskomposition zum 70. Geburtstag von KMD Erich Weber, der seit 1970 bis heute als Kirchenmusiker an St. Cäcilia tätig ist.
Ausführende sind der Kirchenchor von St. Cäcilia unter der Leitung von Fabian Weber und der Komponist Stefan Trenner an der Orgel.

Einen Klangeindruck der "Missa Sanctae Caeciliae" vermittelt die folgende Aufnahme des "Kyrie":
STEFAN TRENNER: KYRIE AUS DER "MISSA SANCTAE CAECILIAE".

It don't mean a thing ...

... IF IT AIN'T GOT THAT SWING - dieses von Irving Mills formulierte und von Duke Ellington vertonte Motto gilt in besonderer Weise für einen Gitarristen, Komponisten und Bandleader, dessen Aufnahmen ich persönlich meine erste und bis heute nachwirkende Berührung mit dem Jazz verdanke: Django Reinhardt, der heute vor 100 Jahren, am 23. Januar 1910 im belgischen Liberchies als Angehöriger des französischen Sintivolkes der Manouches unter dem Namen Jean Reinhardt geboren wurde.
Obwohl er bei einem Brand seines Wohnwagens schwer verletzt wurde und fortan nur noch zwei Finger seiner linken Hand voll gebrauchen konnte, entwickelte er eine virtuose Spieltechnik auf der Gitarre und gleichzeitig den typischen "Gipsy"-, also "Zigeuner-"Swing, eine Mischung aus dem New-Orleans-Jazz, der französischen Musette-Musik und der traditionellen Zigeunermusik. Mit seinem Quintett "Hot Club de France" wurde er zur Legende und in gewisser Weise zum Vater des europäischen Jazz. Notenlesen konnte er übrigens Zeit seines Lebens nicht.

Als Geburtstagsständchen hier eine berühmte Aufnahme mit Django Reinhardt (Gitarre) sowie Stéphane Grappelli und Eddie South an den Violinen in einer Improvisation über den ersten Satz von Johann Sebastian Bachs Konzert in d-moll für 2 Violinen und Streicher BWV 1043.





Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Django_Reinhardt

Donnerstag, 21. Januar 2010

erstmal neues

Unter diesem verheißungsvollen Titel startet eine NEUE KONZERTREIHE des "Neuen Kammerchors" der Hochschule für kath. Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg, auf die ich gerne hinweise. Aus der Vorankündigung:
"Da gerade neue Kompositionen nach ihrer gelungenen Uraufführung viel zu häufig in Vergessenheit geraten, möchte der Chor mit dieser Konzertreihe Kompositionen, welche ab dem Jahr 2000 uraufgeführt wurden, eine weitere Aufführung ermöglichen und somit helfen, den Bekanntheitsgrad der neuen Werke zu steigern. Natürlich wird  e r s t m a l   n e u e s  auch erstmals Neues präsentieren.
Das erste Konzert der Reihe findet am Dienstag 26. Januar 2010 um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Hochschule (Seifensiedergasse) statt. Zu hören sind Werke von Hans Schanderl 'Lux aeterna', Enjott Schneider 'Orgelsinfonie Nr. 7' und Karl von Feilitzsch 'Gryphius - Kantate'. (...)
Mitwirkende sind: der 'Neue Kammerchor' der Hochschule sowie die Solisten Christa Schäfer (Alt), Sibrand Basa (Tenor), Christian Schmidt (Bass), Katrin Heidner (Klavier), Steffi Rösch (Klavier) und Kunibert Schäfer (Orgel). Die dirigentische Leitung der Musik liegt in den Händen von Steven Heelein und Eva-Maria Leeb. Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichen Konzert ist frei."
Die Komponisten Hans Schanderl, der sicher einer der phantasievollsten "Neutöner" der deutschen Chorkomponisten ist, und Enjott Schneider, der dank seiner Sozialisierung in der Filmmusik nicht nur gute, sondern sogar schöne Musik schreibt, werden bei diesem Konzert persönlich anwesend sein; ebenso Angela Gräfin von Wallwitz, die Tochter des verstorbenen Karl von Feilitzsch.

Montag, 18. Januar 2010

Claudio Casciolini zum 250. Todestag

Wieder gilt es, eines Komponistenjubiläums zu gedenken: Vor 250 Jahren, am 18. Januar 1760 verstarb in Rom Claudio Casciolini, eine "der größten Zierden" der römischen Komponistenschule, wie Carl Proske im II. Band seiner "Musica Divina" anmerkt.
Der am 9. November 1697 in Rom geborene Casciolini heiratete am 14. Januar 1724 in der Basilika S. Lorenzo in Damaso seine Frau Maria Teresa Mazza; von April 1726 bis zu seinem Tode war er Kantor bzw. Bassist und möglicherweise auch Kapellmeister an dieser Kirche. Er gehörte zu den Musikern der Congregazione und der Accademia di S. Cecilia in Rom, für die er einige der schönsten Werke der Kongregation komponierte. Casciolini gehört der Tradition der römischen Schule an, die sich dem Ideal des Palestrinastils verpflichtet wußte und auf die Verwendung des zeitgemäßen Generalbasses verzichtete. Von verschiedenen Gelehrten, die sich mit der Kirchenmusik seiner Epoche beschäftigten, wurde er wegen seiner reichen Erfindungsgabe und meisterhaften Beherrschung der Regeln des strengen A-cappella-Stils als ausgezeichneter Kontrapunktiker und gelehrter Komponist gelobt.


Freitag, 15. Januar 2010

Andrea Gabrieli zum 500. Geburtstag

Neben den "großen" Musikergedenktagen finden sich alljährlich auch solche, denen kaum eine gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird - meist deswegen, weil exakte Daten unbekannt sind. Ich möchte deshalb im Laufe des Jahres immer wieder einmal auf solche Jubiläen hinweisen.

Den Anfang soll heute der 500. Geburtstag eines Mannes machen, der trotz seiner Bedeutung als einer der einflußreichsten Renaissancekomponisten überhaupt oft unterschätzt wird: Andrea Gabrieli, geboren wohl um 1510 (nach anderen Angaben erst 1515 oder gar 1532/33) im Venezianer Stadtteil Canareggio. In seiner Heimatstadt war er ab 1536 Kapellsänger an San Marco und vermutlich Schüler von Adrian Willaert; nach einer Station als Organist in Verona übernahm er die Organistenstelle an San Geremia in Venedig. 1562 reiste er zusammen mit Orlando di Lasso im Gefolge des Bayernherzogs Albrecht V. nach Prag, Bamberg und Würzburg. 1564 schließlich wurde er in Venedig als Organist an die Kathedrale San Marco berufen.
Als Komponist und Lehrer (u. a. seines Neffen Giovanni Gabrieli und Hans Leo Haßlers) war Andrea Gabrieli von enormer Nachwirkung. Die Entwicklung des "Venezianischen Stils" mit seiner prachtvollen Mehrchörigkeit erfuhr durch ihn entscheidende Impulse. Ein Beispiel dafür ist das folgende Gloria zu 16 Stimmen.



Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Gabrieli

Mittwoch, 13. Januar 2010

Vatikanische Fremdgänger ...

Die italienische Tagesausgabe des L'OSSERVATORE ROMANO berichtet heute über eine musikalische Premiere: Am 9. Januar trat die Blaskapelle des Vatikanischen Gendarmeriekorps erstmals in ihrer Geschichte außerhalb der vatikanischen Staatsgrenzen auf (zur Verkündung des Paulus-Jahres hatte sie sich zwar in der Basilica San Paolo fuori le Mura befunden und damit erstmals außerhalb des eigentlichen Vatikanstaates, aber immerhin noch auf vatikanischem Hoheitsgebiet). Anlaß der "Auslandsreise" nach Pescara (Region Abruzzen, direkt an der Adria gelegen) war ein Konzert zur alljährlichen Giornata Nazionale della Bandiera, dem staatlichen Gedenktag an die Einführung der Tricolore in den Farben grün-weiß-rot als italienischer Nationalflagge am 7. Januar 1797.
Das Vatikanische Gendarmeriekorps umfaßt insgesamt etwa 130 Gendarmen. Insofern ist die im Bericht des OR erwähnte Anzahl von 65 Musikern, die in der Blaskapelle aktiv sind, durchaus bemerkenswert (zumal es ja daneben noch ein eigenes Musikkorps der Schweizergarde gibt). Auch die Namen des Kommandanten der Kapelle Giuseppe D'Amico und des musikalischen Leiters Giuseppe Cimini finden sonst kaum jemals Erwähnung - obwohl ihr Wirken sicherlich nicht weniger fruchtbar ist als das der päpstlichen Sängerkapelle, die unlängst hier thematisiert wurde ...

Kirchenmusik und "actuosa participatio"

Wie angekündigt, möchte ich auf das gestern hier vorgestellte Referat von Msgr. Guido Marini zurückkommen und zunächst auf ein Stichwort eingehen, das in der kirchenmusikalischen Praxis immer wieder für Irritationen sorgt: die "actuosa participatio", die "aktive Teilnahme". Msgr. Marini sagt dazu im vierten Abschnitt seines Vortrags (zitiert nach der Übersetzung von EXSULTET.NET, Hervorhebungen von mir):
"Selbstverständlich handelt es sich um aktive Teilnahme, wenn jemand im Laufe der liturgischen Feier einen eigenen Dienst erfüllt; es handelt sich auch um aktive Teilnahme, wenn jemand ein besseres Verständnis des Wortes Gottes hat, wenn er es hört, oder der Gebete, wenn sie gesprochen werden; es handelt sich auch um aktive Teilnahme, wenn man seine eigene Stimme mit den anderen im Gesang vereint… All dies würde jedoch nicht die Bedeutung einer wahrhaft aktiven Teilnahme kennzeichnen, würde sie nicht zur Anbetung des Geheimnisses der Erlösung in Christus Jesus führen, der um unseretwillen gestorben und auferstanden ist. Denn nur wer das Mysterium anbetet, indem er es in sein Leben aufnimmt, zeigt, dass er verstanden hat, was gefeiert wird, und das ist wirklich Teilnahme an der Gnade der liturgischen Handlung. (...)
Im Vergleich dazu ist alles andere zweitrangig. Ich beziehe mich insbesondere auf die äußerlichen Handlungen, die zugegebenermaßen wichtig und notwendig sind, und vor allem während der Liturgie des Wortes vorgesehen. Ich erwähne äußerliche Handlungen, weil, sollten sie zu einer essenziellen Hauptbeschäftigung und die Liturgie auf einen generischen Akt reduziert werden, in diesem Fall der wahre Geist der Liturgie missverstanden wurde. (...)
Sind wir wirklich sicher, dass die Förderung einer aktiven Teilnahme darauf beruht, alles so weit wie möglich unmittelbar verständlich zu machen? Könnte es nicht sein, dass das Eintreten in das Geheimnis Gottes erleichtert und manchmal sogar besser von dem begleitet werden könnte, was in erster Linie die Einsicht des Herzens berührt? Ist es nicht oft der Fall, dass ein unverhältnismäßig hoher Anteil der leeren und banalen Rede überlassen wird, während man vergisst, dass sowohl Dialog als auch Stille zur Liturgie gehören, wie auch Gesang der Gemeinde und Choral, Bilder, Symbole, Gesten? Gehören nicht vielleicht auch die lateinische Sprache, der gregorianische Choral und die sakrale Polyphonie zu dieser vielfältigen Sprache, die uns in die Mitte des Geheimnisses führt?"
Die Erfahrung lehrt, daß noch immer versucht wird, mit dem Hinweis auf die vom II. Vatikanischen Konzil geforderte "aktive Teilnahme" der Gläubigen an der Liturgie die Kirchenmusik auf reinen oder wenigstens überwiegenden Volksgesang zu reduzieren und die Kirchenchöre in ihrer angestammten und legitimen "aktiven Teilnahme" zu beschneiden, vor allem dort, wo sich diese Teilnahme womöglich noch in lateinischen Gesängen äußern könnte. Oft genug kann der Eindruck entstehen, die Kirchenmusiker - Organisten, Chorleiter, Sänger - würden selbst nicht als "Gläubige" wahrgenommen, die mit dem äußeren Tun sowohl eigenen Lobpreis und Anbetung vor Gott ausdrücken als auch stellvertretend für das übrige Gottesvolk handeln, sondern als außenstehende Dienstleister, die dem selbstgenügsamen gruppendynamischen "sich Einbringen" der Gemeinde eher hinderlich als förderlich sind.
(Aus langjähriger eigener Erfahrung sei zugegeben, daß die Art und Weise der "actuositas" bei vielen auf die Sänger- und Orgelempore "outgesourcten" Musikern durchaus nahelegt, daß auch sie weit von "authentischer Teilnahme" entfernt sind. Von anbetender Haltung ist oft nicht viel zu spüren, wenn dort noch nach Noten gesucht, mit den Kollegen der neueste Tratsch ausgetauscht oder die Garderobe inspiziert wird. Und allein die technischen Vorgänge des Musizierens erfordern oft mehr Aufmerksamkeit, als einem selber lieb sein kann. Selbst dem über alle diesbezüglichen Zweifel weit erhabenen Domkapellmeister Georg Ratzinger entfuhr einst bei einem Domamt in Regensburg der barsche Satz an seine Domspatzen "für Frömmigkeit hamma jetz koa Zeit, jetz muaß's funktioniern!")

Entscheidend für das rechte Verständnis der "actuosa participatio" ist die Orientierung aller Beteiligten "hin zum Herrn", die Msgr. Marini im zweiten Abschnitt seines Vortrages thematisiert. Diese Hinwendung muß möglichst auch sichtbar, zumindest aber im Herzen vorhanden sein, denn die eigentliche "actio" in der Liturgie geht nicht vom Menschen aus, sondern von Gott selbst. So müßte der Begriff eigentlich übersetzt werden als "Teilhabe am göttlichen Handeln". Wo "aktive Teilnahme" demnach einfach als äußerliches "Mitmachen", als spirituell angehauchte Unterhaltung oder gar als kollektive Bespaßung mißverstanden wird, dort wird die Liturgie selbst pervertiert. Was bedeutet dies nun für die Kirchenmusik? Die Ausführungen von Msgr. Marini lassen folgende Schlüsse zu:
  • Authentische "actuosa participatio" bezeichnet die spirituelle Grundhaltung der Anbetung und ist keine Frage äußerlicher Geschäftigkeit, diese kann im Gegenteil echter "actuositas" sogar entgegenstehen. Auch wer in der Liturgie schweigt und sich so mit dem liturgischen Geschehen vereint, nimmt aktiv daran teil.
  • Nicht nur das Singen der Gemeinde als ganzer, sondern auch die Tätigkeit der besonderen musikalischen Dienste (Kirchenchor, Kantor, Organist etc.) ist dann eine authentische "aktive Teilnahme" an der Liturgie, wenn sie zur Anbetung hinführt.
  • Damit die Musik tatsächlich jene von Msgr. Marini so benannte "vielfältige Sprache, die uns in die Mitte des Geheimnisses führt" sein kann, muß von den Verantwortlichen mit größter Sorgfalt darauf geachtet werden, daß sie durch ihre Auswahl und Gestaltung nicht zum äußerlichen Zierrat wird, sondern dem Anspruch des II. Vatikanischen Konzils und der kirchlichen Tradition gerecht wird, selbst Bestandteil der Liturgie zu sein.
Dies ist nur möglich, wenn die Kirchenmusik ihre enge Bindung an die liturgische Handlung bewahrt, wie es exemplarisch im Gregorianischen Choral und der klassischen Mehrstimmigkeit der Fall ist. Diesem Aspekt, den Msgr. Marini im fünften und letzten Abschnitt seines Vortrages behandelt, werde ich ebenfalls noch einen Beitrag widmen.

Dienstag, 12. Januar 2010

Einführung in den Geist der Liturgie

Ich möchte es nicht versäumen, an dieser Stelle auf ein außerordentlich wertvolles Referat hinzuweisen, das der Zeremonienmeister für die liturgischen Feiern des Papstes, Monsignore Guido Marini (geb. 1965), am Epiphaniefest bei einem Priestertreffen in Rom (der CLERGY CONFERENCE) gehalten hat: "Einführung in den Geist der Liturgie".


Das Kollegium der Päpstlichen Zeremoniare, in der Mitte Zeremonienmeister Msgr. Guido Marini.
(Quelle:
OFFICIUM DE LITURGICIS CELEBRATIONIBUS SUMMI PONTIFICIS)

Der engste Mitarbeiter von Papst Benedikt XVI. in allen Belangen, welche die päpstliche Liturgie betreffen, präsentiert darin quasi ein Kompendium dessen, was Joseph Kardinal Ratzinger vor und nach seiner Wahl zum Papst über das rechte Verständnis der Liturgie geäußert hat, und bietet gleichzeitig eine Zusammenschau der Argumente, welche die Notwendigkeit einer "Reform der Reform" der katholischen Liturgie erschließen. (Wohl nicht ganz zufällig bezieht sich der Titel des Referates auf die wichtigste liturgiethematische Publikation von Joseph Ratzinger, "Der Geist der Liturgie".)
Auf der Website von NEW LITURGICAL MOVEMENT (die ich jedem Liturgieinteressierten wärmstens empfehlen möchte) findet sich der vollständige TEXT IM ENGLISCHEN ORIGINAL. Der sehr geschätzte Bloggerkollege MARTIN BÜRGER hat sich dankenswerterweise der Mühe unterzogen, eine DEUTSCHE ÜBERSETZUNG des Textes zu erstellen, die seit heute auf seinem Blog vollständig zu lesen ist. Die italienische und spanische Version dokumentiert die Website MARANATHA.

Für jeden, der in irgendeiner Form mit katholischer Liturgie befaßt ist (also auch für alle Kirchenmusiker), sollte dieses Referat zur Standardlektüre gehören. Auf einige Aspekte des Textes möchte ich noch in eigenen Beiträgen kurz eingehen.

Freitag, 8. Januar 2010

A King Is Born

A King is born
Everybody praise His name
A King is born
We will never be the same

(Sy Goraieb/ Tim Hosman)

Am 8. Januar 1935 - heute vor 75 Jahren - kam in East Tupelo, Mississippi (USA) Elvis Aaron Presley zur Welt. Als "King of Rock 'n' Roll" ging der am 16. August 1977 verstorbene Jubilar in die Musikgeschichte ein. Passend zum Wetterbericht für dieses Wochenende eine kleines Geburtstagsständchen von und für Elvis:


Mittwoch, 6. Januar 2010

Tribus miraculis

Tribus miraculis ornatum
diem sanctum colimus:
hodie stella magos duxit ad praesepium,
hodie vinum ex aqua factum est
ad nuptias,
hodie in Jordane
Christus baptizari voluit,
ut salvaret nos universos.
Haec est dies illa, quam fecit Dominus;
exsultemus et laetemur in ea.
Alleluia.


Dienstag, 5. Januar 2010

Nachtrag zur Cappella Sistina

Am gestrigen 4. Januar hat Papst Benedikt XVI. die Sänger der "Cappella Sistina" und ihren Leiter Giuseppe Liberto in der Sala Clementina des Apostolischen Palastes in Privataudienz empfangen, wie die Website der ASSOCIAZIONE ITALIANA ORGANISTI DI CHIESA, der Italienischen Vereinigung der Kirchenorganisten, EXCLUSIV BERICHTET (nicht einmal der Päpstliche Pressesaal fand diesen "Neujahrsempfang" eines Bulletins würdig).

Ein Requiem für die Cappella Sistina?

Seit gestern geistert eine Meldung durch die internationalen Blogs (u.a. ANDREA TORNIELLINEW LITURGICAL MOVEMENT, KATHNEWS, CAECILIA-NOTIZEN), von der man - so sie sich denn bewahrheiten sollte - noch nicht sagen kann, was man von ihr halten soll: Die Cappella Musicale Pontificia, besser bekannt als "Cappella Sistina", soll in Kürze einen neuen Chorleiter erhalten.

Montag, 4. Januar 2010

Die Melancholie der Affekte

Mit diesem Titel überschreibt die Vatikanzeitung L'OSSERVATORE ROMANO in ihrer vorgestrigen italienischen Tagesausgabe einen von zwei Beiträgen zum Geburtstag des italienischen Komponisten Giambattista Pergolesi, der heute vor genau 300 Jahren, am 4. Januar 1710, in Jesi nahe Ancona (Region Marken) das Licht der Welt erblickte.

Samstag, 2. Januar 2010

Kompositionswettbewerb

Alle Komponistenkollegen möchte ich auf die Ausschreibung zum 37. Internationalen Kompositionswettbewerb "Guido d'Arezzo" 2010 aufmerksam machen, die seit kurzem ALS PDF ONLINE ist. Einsendeschluß ist der 15. April 2010.

Freitag, 1. Januar 2010

Ein seltenes Dienstjubiläum


Erich (l.) und Tobias (r.) Weber an der Orgel von St. Cäcilia in Regensburg
 Man möge es dem Blogbetreiber nachsehen, wenn er als ersten Beitrag einen sehr persönlichen Glückwunsch veröffentlicht: Am heutigen Tag kann Kirchenmusikdirektor Erich Weber, von 1991 bis 2001 Diözesanmusikdirektor des Bistums Regensburg, sein 40. (!) Dienstjubiläum an der Stadtpfarrkirche St. Cäcilia in Regensburg feiern.

Grüß Gott!

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Mit den besten Wünschen für das Neue Jahr 2010 grüßt Sie
Ihr Tobias Weber