Freitag, 31. Dezember 2010

Das alte Jahr vergangen ist



Ein Jahr Blog "Musica in tempore" - meine kurze persönliche Bilanz fällt gemischt aus. Einerseits bin ich durchaus zufrieden mit der Resonanz, die sich in den Leserzahlen niederschlägt - mein herzlicher Dank dafür geht vor allem an alle Kolleginnen und Kollegen aus der katholischen Blogözese, die durch Verlinkungen auf ihren Blogs zur Verbreitung beigetragen haben und dies auch künftig tun wollen. Andererseits mußte ich feststellen, daß die regelmäßige "Befütterung" eines Blogs mit inhaltlich interessanten und qualitätvollen Beiträgen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als mir dies im vergangenen Jahr möglich war. Der Vorsatz, in Zukunft etwas aktiver zu werden, steht - ob er sich verwirklichen läßt, wird die Zeit zeigen.
Zwei Beiträge dieses Blogs haben heuer eine weit überdurchschnittliche Aufmerksamkeit erfahren. Ob ich mich darüber freuen soll, weiß ich nicht recht, denn beide befaßten sich mit eher unangenehmer Thematik. Die persönlichen ERINNERUNGEN an meine Sängerzeit unter Domkapellmeister em. Georg Ratzinger waren ausgelöst worden durch die Mißbrauchsmeldungen, die auch die Regensburger Domspatzen erschütterten. Und auch mein LAMENTO über das skandalöse Vorgehen der Deutschen Bischofskonferenz bezüglich der Neuübersetzung des Deutschen Meßbuchs erregte einiges Aufsehen.

Ich möchte an dieser Stelle allen Leserinnen und Lesern danken, die ihre Zeit und Aufmerksamkeit der Lektüre meiner Beiträge gewidmet und auch durch Kommentare zur Lebendigkeit dieses Blogs beigetragen haben. Ihnen allen wünsche ich einen guten Start in das neue Jahr und Gottes Segen für Ihr privates und berufliches Leben und Wirken.

Auf ein Neues im Jahr des Herrn 2011!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Verbum caro factum est



Allen Lesern wünsche ich von Herzen eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit!

Montag, 20. Dezember 2010

Eine Choralphobie ...

... im Bistum Passau konstatierte kürzlich ein Bekannter im Gespräch. Und wie es scheint, hat er damit nicht Unrecht. Halboffiziell bestätigt wird nämlich diese private Beobachtung durch eine Statistik, die dieser Tage auf der bistumseigenen HOMEPAGE veröffentlicht wurde.
Demnach sind in den unterschiedlichsten kirchlichen Musikgruppen der Diözese insgesamt 12.512 Personen aktiv, die sich wie folgt verteilen:

263 Erwachsenenchöre: 5.899 (47,1%);
102 Kinderchöre: 1.852 (14,8%);
91 Instrumentalkreise/NGL: 1.827 (14,6%);
80 Jugendchöre: 1.335 (10,7%);
72 Bläsergruppen: 1.442 (11,5%);
8 Kleinkindergruppen: 129 (1,0%);
5 Choralscholen: 28 (0,2%).

„Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer kann auf großes ehrenamtliches Engagement bauen, wenn er solche beeindruckende Zahlen mitteilt“ schreibt das Bistum. In der Tat, „beeindruckende Zahlen“, was die vom II. Vatikanischen Konzil so eindeutig geforderte Pflege des Gregorianischen Chorals als „Mutter aller Kirchenmusik“ betrifft. Selbst die Krabbelmusiker übertreffen die Choralsänger zahlenmäßig um das Fünffache. Da wundert einen eigentlich nichts mehr, was den desolaten Zustand der Kirchenmusik hierzulande betrifft.

„Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen.“
II. Vatikanisches Konzil, Konstitution über die Heilige Liturgie
„Sacrosanctum Concilium“ Nr. 116
Wo sind denn die Konzilsanerkenner?

Mittwoch, 8. Dezember 2010

In memoriam ... Wolfram Menschick

Tobias Weber, Wolfram Menschick, Erich Weber, Herbert Paulmichl

Prof. Dr. h. c. Wolfram Menschick
Geboren am 28. Oktober 1937 in Pielenhofen
1969 bis 2002 Domkapellmeister, Domorganist
und Diözesanmusikdirektor des Bistums Eichstätt
Verstorben am 8. Dezember 2010 in Eichstätt

Prof. Wolfram Menschick war unserem Verlag durch die Veröffentlichung seiner Motette "Cantantibus organis" verbunden, die er im Jahr 2007 anläßlich des 70. Geburtstages meines Vaters Erich Weber komponiert hatte. Das obige Foto zeigt ihn (2. v. links) bei der Geburtstagsfeier für Erich Weber, bei der auch die Festschrift überreicht wurde, in der diese Komposition abgedruckt ist.
Mit Wolfram Menschick ist einer der produktivsten und meistgesungenen Kirchenmusikkomponisten der katholischen Kirche seit dem II. Vatikanischen Konzil von uns gegangen. Möge ihm der Herr, dessen Lob er unermüdlich gesungen und komponiert hat, seinen lebenslangen treuen Dienst an der Musica Sacra reich vergelten.
R. I. P.

Freitag, 3. Dezember 2010

Licht der Welt!

"Ein Mann, den man in einen dunklen Raum stellen könnte - selbst da würde er noch leuchten."
BENEDETTA, wie recht Du hast! 

Montag, 22. November 2010

Zum Tage

Cäcilia und Valerianus
(Apsismosaik in S. Cecilia, Rom)

Allen Kollegen und selbstverständlich auch Kolleginnen, die sich als Kirchenmusiker und/oder Komponisten um die rechte Pflege der Musica Sacra sorgen, wünsche ich zum heutigen Festtag unserer Patronin, der Heiligen Jungfrau und Märtyrerin Cäcilia, von Herzen alles Gute und ebensoviel Freude wie Standhaftigkeit im oft nicht leichten Dienst!

Heute mehr denn je sollten wir uns der Fürsprache dieser altehrwürdigen Patronin anvertrauen, die schon der Römische Meßkanon zu den Heiligen der Stadt Rom zählt. Und wir sollten uns dabei nicht von selbsternannten "Fachleuten" beirren lassen, welche das Patronat Cäcilias ebenso wie ihr Leben ins Reich der Fabel verweisen und als Mißgeschick der Hagiographie abtun wollen. Wenn auch vordergründig die Erwähnung der Orgel in ihrer legendären Vita zur Entstehung ihres Patronats führte, so ist es doch ein tiefer theologischer Gedanke, der Cäcilia zur legitimen Schutzfrau all jener Menschen macht, denen die Kirchenmusik nicht nur äußerlicher Zierrat, sondern unverzichtbarer Ausdruck des menschlichen Sprechens mit und zu Gott ist.
Im folgenden möchte ich dazu (gekürzt) einige Gedanken anführen, die ich zu diesem Thema in der Festschrift "SOLI DOMINO DECANTABAT" zum 70. Geburtstag meines Vaters Erich Weber im Jahr 2007 publiziert habe.

"Ausgangspunkt aller Überlegungen zum Musikpatronat der Heiligen ist ein Text aus ihrer Passio. Cäcilia hatte schon in früher Jugend ein Gelübde der Jungfräulichkeit um Christi willen abgelegt. Dennoch sollte sie dem vornehmen, aber heidnischen Jüngling Valerianus zur Frau gegeben werden. Um Christus die Treue zu halten, bat sie Gott unter Fasten und Gebet um Bewahrung ihrer Jungfräulichkeit:
„Es kam der Tag, an dem das Brautgemach bereitet wurde, und während die Orgel erklang, sang sie [Cäcilia] in ihrem Herzen allein dem Herrn und sprach: Mein Herz und mein Leib mögen unbefleckt bleiben, damit ich nicht zuschanden werde.“
Dieser Text, auf dem auch die zwischen 1263 und 1273 entstandene Schilderung der berühmten „Legenda Aurea“ des Dominikanermönches und Genueser Erzbischofs Jacobus de Voragine beruht, fand in zwei Fassungen Eingang in das Stundengebet zum Fest der Heiligen Cäcilia am 22. November, welches etwa seit dem 8. Jahrhundert gefeiert wird. In der ersten Nachtwache der Matutin lautet das Responsorium nach der ersten Lesung:
„Während die Orgel erklang, sang die Jungfrau Cäcilia in ihrem Herzen allein dem Herrn und sprach: Es mögen, Herr, mein Herz und mein Leib unbefleckt bleiben, damit ich nicht zuschanden werde. – Während sie zwei oder drei Tage fastete und betete, vertraute sie dem Herrn an, was sie ängstigte: Es mögen, Herr, mein Herz und mein Leib unbefleckt bleiben, damit ich nicht zuschanden werde.“
In kürzerer Form erscheint der Text als erste Antiphon zur Laudes und Vesper:
„Während die Orgel erklang, sang Cäcilia dem Herrn und sprach: Mein Herz bleibe unbefleckt, damit ich nicht zuschanden werde.“
Zu diesen Texten ist zweierlei anzumerken. Was eindeutig erscheint, ist die Tatsache, daß es sich bei dieser Musik zur Hochzeit der Cäcilia um heidnische Musik handelte, und daß ihre Erwähnung den schroffen Gegensatz zwischen dem ausgelassenen weltlichen Hochzeitslärm und dem stillen inneren Gebet der Heiligen kennzeichnen soll, die „in ihrem Herzen Gott allein sang“. Joseph Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI., hat sich in mehreren bemerkenswerten Veröffentlichungen mit der Theologie der Musik beschäftigt und aufgezeigt, daß diese Sichtweise charakteristisch für die kirchliche Musikauffassung von den Kirchenvätern bis hin zu Thomas von Aquin und darüber hinaus ist. In besonders krasser Weise artikulierte der heilige Hieronymus seine Ablehnung einer Kirchenmusik, die vor allem der Selbstdarstellung der ausübenden Künstler dient:
„Singen, psallieren und lobpreisen müssen wir Gott mehr mit dem Geiste als mit der Stimme. Mögen dies die jungen Leute und die, denen die Pflicht des Psallierens in der Kirche obliegt, hören, daß man Gott nicht mit der Stimme, sondern mit dem Herzen singen muß, daß sie nicht in der Art der Tragöden Kehle und Schlund mit süßen Mitteln schmieren dürfen, so daß in der Kirche theatralisch gedrechselte und verschnörkelte Melodien ertönen, sondern daß sie Gott durch Gottesfurcht, gute Werke und Kenntnis der Heiligen Schrift zu preisen haben.“
Diese Einstellung der alten Kirche kommt in dem Responsorium zur Matutin klar zum Ausdruck, während die Antiphon zur Laudes und Vesper durch ihre in der Antiphonendichtung durchaus üblichen Auslassungen den Eindruck vermitteln kann, als habe Cäcilia selbst zur Begleitung der Orgel gesungen. Unterstützt wird letztere Interpretation von der sprachlichen Vieldeutigkeit des lateinischen Ablativus absolutus cantantibus organis, der nahezu gegensätzliche Übersetzungen erlaubt: „während die Orgel erklang“, „obwohl die Orgel erklang“, „wobei die Orgel erklang“ im Sinne von „zum Orgelklang“ – alle Versionen sind denkbar, wenn man nur das in corde suo soli [Domino decantabat] wegläßt.
(...) So kann zusammenfassend zunächst festgestellt werden, daß die Heilige Cäcilia zu ihrem Amt als Patronin der Musik aus rein historischer Sicht gekommen ist „wie die Jungfrau zum Kinde“. Während und obwohl bei ihrer Hochzeitsfeier der übliche musikalische Radau einer heidnischen Festgesellschaft herrschte, betete – „sang“ –  sie still für sich, „in ihrem Herzen“, allein zu Gott um die Bewahrung des abgelegten Jungfräulichkeitsgelübdes. Erst mittelalterliche Volksfrömmigkeit, die sich die Mehrdeutigkeit eines liturgischen Textes an ihrem Festtag zunutze machte, erhob sie in den Rang einer Schutzheiligen des Musizierens, seiner Hilfsmittel und handelnden Personen.
In Anbetracht der obigen Überlegungen erscheint dieses Patronat jedoch allemal gerechtfertigt, und das untrügliche Gespür des gläubigen Volkes scheint hier die vordergründige Weisheit der Fachhistoriker Lügen zu strafen. Cäcilia wird in ihrer Legende eindeutig mit Musik in Verbindung gebracht, soviel steht fest. Die Art und Weise, wie ihre Beziehung zur Musik geschildert wird, fügt sich zudem nahtlos in die Theologie der Musik ein, wie sie exemplarisch der Heilige Papst Gregor der Große formulierte:
„Wenn (...) der Gesang der Psalmodie aus der Innigkeit des Herzens heraus ertönt, findet der allmächtige Herr durch ihn einen Zugang zum Herzen (...). So steht geschrieben: ‚Ein Lobgesang bringt mir Ehre, und dies ist der Weg, auf dem ich ihm Gottes Heil zeigen will‘ (Ps. 49,23). Was nämlich auf Lateinisch salutare, Heil bedeutet, das heißt auf Hebräisch Jesus. Im Lobgesang wird daher ein Zugang geschaffen, wo Jesus sich offenbaren kann.“
Die Legende attestiert der Heiligen Cäcilia einen Vorbildcharakter genau wegen dieser „Innigkeit des Herzens“, die ihr Gebet bzw. ihren Gesang einen Weg zu Gott werden ließ. So wird sie zu Recht als Patronin der Musiker und ihrer Kunst verehrt – und zwar durchaus nicht nur als Patronin der Kirchenmusik, sondern der Musik im allgemeinen, die wie „jede wahre Kunst (..) Annäherung an den ‚Künstler‘, an Christus, an den Schöpfergeist“ ist (Joseph Ratzinger). Auch die Kirchenmusiker unserer Tage täten deshalb gut daran, ihre Patronin als Vorbild wiederzuentdecken. Denn nur dort, wo sich äußeres Tun mit dem Singen des Herzens allein zum Herrn vereint, kann Musik die Grenze zum heidnischen Getöse überschreiten und zur echten Kirchenmusik, ja zur musica divina werden."

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Fragwürdige Auszeichnungen ...

... gibt es in dieser Woche gleich mehrfach zu verzeichnen. Der Medizin-Nobelpreis für den "Erfinder" der Retortenbabys gehört auch dazu, soll aber hier nicht das Thema sein.

Das Nürnberger Burgtheater verkündete heute die PREISTRÄGER DES DEUTSCHEN KABARETT-PREISES 2010. Der mit 6.000 Euro dotierte Hauptpreis wurde dem 1969 geborenen Kabarettisten Hagen Rether zuerkannt. In seiner Begründung schreibt das Preiskomitee unter anderem:

Hagen Rether (Foto: Wikipedia)
"Hagen Rether  - geboren in Bukarest, aufgewachsen in Freiburg, heute in Essen lebend - hat das Kabarett am und mit dem Klavier neu erfunden. Leise plaudernd fordert er seinem Publikum in einzigartiger Weise mit blitzschnellen Themenwechseln höchste Aufmerksamkeit und Konzentration ab. Ohne falsche Rücksichtnahme auf politische Korrektheit stellt er unter dem immer gleichen Programmtitel Liebe in einem sich ständig verändernden Programm die komplizierter werdende Welt und bisweilen auch sich selbst in Frage. Er gibt sanft, aber eindringlich den Wolf im Schafspelz und entlarvt mit bitterbösen Beispielen die allseits vorhandene Scheinheiligkeit und Doppelmoral."
So kann man es natürlich auch formulieren. Wer - wie leider auch ich - zu denen gehört, die schon einmal das Geld für eine Eintrittskarte zu einem Liveauftritt des "Künstlers" zum Fenster hinausgeschmissen haben, kann allerdings auch zu einem anderen Resumee gelangen. Das Klavier bzw. der Flügel kommt bei diesem angeblichen "Musikkabarettisten" kaum über eine Statistenrolle hinaus, und im Programm stellt Rether alles Mögliche in Frage, nur nicht sein eigenes überbordendes Ego. Was nach dem von mir besuchten Abend vor allem in Erinnerung blieb, war das Gefühl der Widerwärtigkeit angesichts zahlloser bösartiger Attacken auf den Glauben und die Kirche - wohlgemerkt nur auf eine bestimmte Kirche -, und deren höchsten Vertreter.
Kabarett darf sicherlich vieles, und ich gehöre zu denen, die eine ausgesprochene Liebe zu gutem, auch scharfem Polit- und Gesellschaftskabarett haben. Aber so eine dezidiert antikatholische Dreckschleuder auszuzeichnen, verrät entweder einen Mangel an geeigneten Kandidaten oder die Minderwertigkeit des Preises.

Den Sonderpreis, ausgestattet mit 2.000 Euro Preisgeld, erhält die 1964 in Neumarkt in der Oberpfalz geborene Lizzy Aumeier:

Lizzy Aumeier (Foto: www.lizzy-aumeier.de)
"Eine Frau, ein Kontrabass und ein untrügliches Gespür für die spontane Interaktion mit dem Publikum - das sind Lizzy Aumeiers Markenzeichen.  Konsequent und beharrlich hat sie in den letzten Jahren ihr ganz eigenes Format der musikalischen Körpercomedy entwickelt. Mit perfektem Timing, präziser Beiläufigkeit und kaum zu überbietender Schlagfertigkeit zeigt sie atemberaubend komischen Slapstick, der sie zu einer der witzigsten Frauen auf deutschen Kabarettbühnen macht."
Auch bei ihr kann man mit gemischten Gefühlen auf diese Auszeichnung blicken, selbst dann, wenn man sie ihr schon aus landsmannschaftlicher Verbundenheit gönnt. "Musikalische Körpercomedy" ist eine sehr euphemistische Umschreibung dafür, daß sie sich vorzugsweise Themenbereichen widmet, die allzu leicht die Grenze des guten Geschmacks nach unten durchbrechen. Der Kontrabaß ist - wie bei Hagen Rether der Flügel - mehr Requisit als Notwendigkeit. Bewundern muß man hingegen ihre Bereitschaft, ihre eigene (durchaus kontrabaßverwandte) Figur gnadenlos ins Lächerliche zu ziehen - soviel Selbstverleugnung bringt nicht jede Frau auf, deren Body-Mass-Index jenseits von Gut und Böse liegt. Nur - ist das allein schon preiswürdig?

Die Preisverleihung findet am 8. Januar 2011 in der Tafelhalle Nürnberg statt.

Mittwoch, 29. September 2010

Zum Tage


Alles Gute zum Namenstag wünsche ich allen, die den Namen eines der Heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael tragen! Schöne Gedanken zum heutigen Fest bringt Kollege GIOVANNI auf seinem Blog: Raphael cum Tobia, Gabriel cum Maria, Michael cum caelesti hierarchia.

Dienstag, 28. September 2010

Herzlichen Glückwunsch!

Protopresbyter mitrophoros
Dr. Andreas Thiermeyer

Soeben erreichte mich per E-Mail die freudige Nachricht, daß unserem lieben väterlichen Freund Dr. Andreas Thiermeyer, dem ich die Bekanntschaft meiner wunderbaren Frau verdanke und der uns einst getraut hat, am 10. Oktober der Ehrentitel eines Archimandriten verliehen wird:
"Ehrentitel „Archimandrit“ für Wallfahrtsrektor Andreas Thiermeyer - Kirche der Ukraine würdigt Verdienste des Eichstätter Diözesanpriesters
Eichstätt/Velburg. (pde) – Bischof Milan Sasik, Mukachevo (Ukraine), wird am 10. Oktober dem Eichstätter Diözesanpriester Dr. Andreas Thiermeyer den Ehrentitel „Archimandrit“ verleihen. Im Rahmen einer feierlichen Liturgie wird der Bischof das Brustkreuz, das Epigonation (ein liturgisches Kleidungsstück der Ostkirche) und den Krummstab überreichen. Damit würdigt Bischof Milan Sasik die großen Verdienste von Andreas Thiermeyer für die katholischen Kirchen des Ostens, besonders für die griechisch-katholische Eparchie Mukachevo, die er sich in der Zeit als Rektor im Collegium Orientale und als Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Kyrillos und Methodios erworben hat. Bischof Milan Sasik greift mit dieser Würdigung einen Brauch auf, der in den griechischen und slavischen Kirchen bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht.
Andreas Thiermeyer wurde 1977 zum Priester für die Diözese Eichstätt geweiht. Von 1998 bis 2008 leitete er das Eichstätter Collegium Orientale. Seit 2008 ist er Wallfahrtsrektor auf dem Habsberg und Direktor des Diözesanjugendhauses. Thiermeyer wurde bereits 2002 von Kardinal Lubomyr Husar, dem Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine, der Titel eines mitrierten Protopresbyters (Erzpriester) verliehen. Thiermeyer ist auch Konsultor der vatikanischen Ostkirchen-Kongregation."
Die allerherzlichsten Glückwünsche unserer ganzen Familie an Dich, lieber Andreas, zu dieser ehrenvollen Auszeichnung!

Freitag, 24. September 2010

Immer, wenn man meint, ...

... es könne nicht mehr schlimmer werden, tagt die Bischofskonferenz. - Diesen Stoßseufzer eines befreundeten Kirchenmusikers bestätigt die heutige PRESSEMELDUNG DER DBK zum Abschluß der diesjährigen Herbstvollversammlung wieder einmal eindrucksvoll. Dort ist unter dem Punkt 7 "Liturgie" zu lesen:
"Ordo Missae – Deutsche Übersetzung:
Wir haben uns mit der deutschen Übersetzung des Messbuchs (Ordo Missae) von 2002 befasst. Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, hat uns als Präsident der Bischöflichen Kommission Ecclesia Celebrans, die neu erarbeitete Übersetzung zur Beschlussfassung vorgelegt. (...)
Die Deutsche Bischofskonferenz legt nun die neuen Messtexte den römischen Behörden zur Zustimmung vor."
Soweit, so gut, sollte man meinen. - Tatsächlich? Da wundert man sich man nach der Einführung der Editio typica tertia des Missale Romanum im Jahr 2002 erst einmal über ein drei Jahre langes Abwarten der zuständigen Bischöfe, bis sich schließlich 2005 eine Kommission konstituiert, deren Wirken von einer Offenheit und Transparenz gekennzeichnet ist, daß die italienische Mafia ob solcher "omertà" vor Neid erblassen möchte - die Mitglieder der Kommission herauszufinden, ähnelt der Suche nach der Stecknadel im Internet, und die Webpräsenz http://www.ecclesiacelebrans.de wird in ihrer Aktualität beinahe noch vom Buch Genesis übertroffen. Da hat man noch das STATEMENT VOM 30. MÄRZ 2005 des Kommissionsvorsitzenden und Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner in Erinnerung, in dem es u. a. hieß:
"Es gilt, die bisherige Ausgabe des Deutschen Messbuches kritisch nach den Normen und Prinzipien der Instruktion Liturgiam Authenticam zu überprüfen. Neue bzw. in der Editio typica tertia des Missale Romanum von 2002 veränderte Texte sind ganz neu zu übersetzen. Die übrigen Texte sind Wort für Wort zu überprüfen und ggf. neu zu übersetzen. Für diese Texte allerdings gilt, dass die bisherige Fassung gleichsam der Maßstab ist, der nicht unterschritten werden darf. Texttreue, Verständlichkeit und sprachliche Qualität (...) dürfen nicht geringer werden, sondern müssen verstärkt werden. Wir brauchen nicht einfach neue oder andere Texte, sondern – wo es notwendig und möglich ist – bessere Texte."
Und dann liest man heute im erwähnten Pressetext nicht nur die oben bereits zitierten Aussagen, sondern auch noch folgendes:
"Dabei sind wir der Auffassung, dass das bisherige Deutsche Messbuch (2. Auflage) weithin den Anforderungen einer textgetreuen Übersetzung entspricht, wie sie in der Vatikanischen Instruktion „Liturgiam authenticam“ gefordert wird. Es besitzt eine religiöse Sprache, die sich in der liturgischen Praxis der letzten Jahrzehnte bewährt hat. Viele Texte sind Priestern und Gläubigen durch den praktischen Vollzug vertraut. Dieser hohe Wert darf durch eine grundständig neue Übersetzung nicht gefährdet werden. Die Rezeption des künftigen Messbuchs darf wegen der Übersetzung einzelner Grundwörter oder der ohne inhaltliche Notwendigkeit erfolgenden Ersetzung bisher guter deutscher Texte durch verfremdete Neufassungen nicht insgesamt gefährdet werden."
Hallo, geht's noch? Eine etwa fünfzigköpfige Kommission braucht geschlagene fünf Jahre, um herauszufinden, daß es am bisherigen Meßbuch nichts Nennenswertes zu verbessern gibt? Und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz traut sich das öffentlich zu sagen, ohne dabei rot zu werden und vor Scham im Boden zu versinken? Man faßt es einfach nicht. Als katholischer Christ, der außer beim Finanz- und Einwohnermeldeamt auch noch in Glaubensdingen auf das Attribut "römisch" Wert legt und dem die Kirche mehr ist als ihr deutschnationales Zerrbild à la DBK und ZDK, empfinde ich es nur noch als eine Schande sondergleichen, mit welch dreister Kaltschnäuzigkeit hier Tatsachen verdreht werden.

Denn von "Texttreue" gegenüber dem maßgeblichen lateinischen Original kann in zahlreichen Texten keine Rede sein. Das betrifft nicht nur das Musterbeispiel des "für alle" anstelle des korrekten "für viele" beim "pro multis" des Meßkanons; das betrifft ebenso andere Texte des Meßordinariums (besonders das Gloria, punktuell auch Credo, Sanctus und Agnus Dei), von den wechselnden Teilen der Messe ganz zu schweigen. Die von Erzbischof Zollitsch erwähnten "verfremdeten Neufassungen" sind schon seit 1975 die Realität in unseren Gottesdiensten! Sie trotz ihrer offenkundigen Mängel als sakrosankt hinzustellen, noch dazu mit dem Verweis, daß man sie ja inzwischen als "normal" gewöhnt ist, offenbart schon ein gehöriges Maß an Frechheit. (Abgesehen davon ist dieses Argument ausgesprochen neu, denn in den 1970er Jahren hatte man derartige Skrupel keineswegs, als man den katholischen Gläubigen über Nacht einen durch und durch neuen Meßordo überstülpte. Vogel friß - oder stirb ...)
Fast schon müßig scheint der Hinweis, daß das Vorgehen der Deutschen Bischofskonferenz in dieser Angelegenheit auch im Blick auf den schuldigen Respekt (um nicht zu sagen Gehorsam) gegenüber dem Heiligen Vater ein Skandal ist. Man läßt einmal mehr nichts unversucht, um dessen Bemühungen um eine konzilsgemäße Reform der Liturgie zumindest hierzulande zu hintertreiben und zu konterkarieren. Nirgends gelten Wort, Wille und Wunsch des deutschen Papstes weniger als in seiner Heimat, wie es scheint. Und die an den Tag gelegte Hinhaltetaktik läßt befürchten, daß mancher Entscheidungsträger insgeheim schon ein neues Pontifikat im Blick hat, mit dem sich die derzeitigen Scherereien dann erübrigen könnten.
Zwei Überlegungen sind es jedoch, die meine Hoffnung nähren, daß dieses unglaubliche Verhalten letztlich nur als verzweifeltes Aufbäumen einer in den letzten Zügen liegenden Mißwirtschaft zu werten ist. Zum einen kann das "Wir" der Presseerklärung nicht darüber hinwegtäuschen, daß es wohl auch in der Deutschen Bischofskonferenz echte Hirten gibt, die im Herzen mit dem Heiligen Vater übereinstimmen und denen die Überarbeitung des Meßbuches in seinem Sinne ein Anliegen ist. Daß sie sich noch nicht öffentlich outen, mag man einerseits bedauern, andererseits aber als Zeichen von Diplomatie werten, mit der sie die (mit ziemlicher Sicherheit erfolgende) Ablehnung allzu "freier" Texte durch die vatikanische Gottesdienstkongregation zunächst abwarten.
Denn diese Behörde, zum zweiten, hat bereits bei der inzwischen beendeten Neufassung des englischsprachigen Missale bewiesen, daß sie sich keineswegs einschüchtern oder über den Tisch ziehen läßt und in puncto Texttreue keine falschen Rücksichten auf "Interpretationsspielraum" oder falsche Gewohnheiten zu nehmen gewillt ist. Wenn das künftige deutsche Meßbuch auch nur annähernd so sorgfältig am lateinischen Original bleibt wie das englische, dann wäre viel gewonnen.

Dienstag, 14. September 2010

Trauriges Jubiläum


Heute vor drei Jahren, am Fest Kreuzerhöhung 2007, trat das Motu Proprio "SUMMORUM PONTIFICUM" von Papst Benedikt XVI. in Kraft, mit dem die Feier der Heiligen Messe und des Offiziums nach den liturgischen Büchern von 1962 wieder uneingeschränkt für die ganze Kirche erlaubt wurde. In seinem damaligen BEGLEITBRIEF zu diesem Gesetzestext schrieb der Heilige Vater den Bischöfen unter anderem:
"Im übrigen können sich beide Formen des Usus des Ritus Romanus gegenseitig befruchten: (...) In der Feier der Messe nach dem Missale Pauls VI. kann stärker, als bisher weithin der Fall ist, jene Sakralität erscheinen, die viele Menschen zum alten Usus hinzieht. Die sicherste Gewähr dafür, daß das Missale Pauls VI. die Gemeinden eint und von ihnen geliebt wird, besteht im ehrfürchtigen Vollzug seiner Vorgaben, der seinen spirituellen Reichtum und seine theologische Tiefe sichtbar werden läßt."
Heute, drei Jahre später, muß man ernüchtert feststellen, daß diese päpstlichen Wünsche zumindest in den südbayerischen "Papst"-Diözesen, die ich etwas überblicken kann, konsequent ignoriert wurden und werden. Auf keiner der Bistums-Homepages von Passau, Regensburg und München-Freising findet sich heute eine Notiz zu diesem Anlaß: nur ein Symptom, mehr nicht - aber ein vielsagendes Symptom. Hier, wo man so viel darauf hält, die Lebensstationen des heutigen Papstes gebührend herauszustellen, hat man es offenkundig nicht nötig, sich mit besonderem Eifer seinen Anliegen zu widmen: "Wir sind (selber) Papst!"
In den verschiedenen Pfarreien meines Bistums, die ich u. a. durch Kirchenmusikdienste etwas näher kenne, würde ich nicht wetten mögen, daß der jeweilige Pfarrer den Inhalt des Motu Proprio halbwegs zutreffend angeben könnte (was freilich auch auf andere liturgiebezogene Verlautbarungen wie "Redemptionis Sacramentum" zutreffen dürfte). Einige wenige Orte gibt es zwar inzwischen, an denen die Heilige Messe mehr oder weniger regelmäßig in der "außerordentlichen Form des römischen Ritus" gefeiert wird; ohne zuverlässiges Auto und ein erkleckliches Sprit-Budget wird allerdings ihr Besuch eine rare Angelegenheit bleiben.
Was viel wichtiger wäre, nämlich die im obigen Zitat angesprochene Befruchtung der "Neuen Messe" durch den spirituellen Reichtum der "Alten", geschieht in meinem Kenntnisbereich rein gar nicht. Noch immer zelebrieren die meisten Priester nach dem Motto "In meiner Pfarrei bin ich der Papst", alle paar Kilometer findet man einen regionalen Eigenritus; je älter die Zelebranten sind, desto "kreativer" ist oft ihr Umgang mit den Meßformularen (in 15 Jahren im Bistum Passau kann ich mich trotz mindestens wöchentlichen Kirchgangs an kaum eine Messe erinnern, die nicht mindestens eine Grundanforderung von "Redemptionis Sacramentum" unbeachtet gelassen hätte). Lateinische Messen in der "ordentlichen Form", vielleicht gar mit ansprechender Kirchenmusik oder gar Gregorianischem Choral, sind schlichtweg inexistent. Dem Papst selbst sind diese Zustände wohlbekannt, schreibt er doch im erwähnten Begleitbrief wörtlich:
"... zumal das neue Missale vielerorts nicht seiner Ordnung getreu gefeiert, sondern geradezu als eine Ermächtigung oder gar als Verpflichtung zur „Kreativität“ aufgefaßt wurde, die oft zu kaum erträglichen Entstellungen der Liturgie führte. Ich spreche aus Erfahrung, da ich diese Phase in all ihren Erwartungen und Verwirrungen miterlebt habe. Und ich habe gesehen, wie tief Menschen, die ganz im Glauben der Kirche verwurzelt waren, durch die eigenmächtigen Entstellungen der Liturgie verletzt wurden."
Doch das hilft uns nichts, der Papst ist weit weg, auch wenn er von hier stammt. So bleibt den noch verbliebenen Katholiken in unserer Gegend vorerst nichts übrig, als weiterhin mit dem trockenen Schwarzbrot und abgestandenen Wasser der allerorts aufgetischten Schmalspur-Liturgie das kleine Senfkorn Hoffnung auf Besserung am Leben zu erhalten, anstatt sich am Wein der Freude über eine reiche katholische Liturgie zu sättigen, wie ihn Papst Benedikt uns so gerne vorsetzen möchte.

Kulturwald-Echo III


Mit einem neuen Rekord von 7500 Besuchern bei 32 Veranstaltungen in 10 Tagen ist am vergangenen Sonntag das dritte Kulturwald-Musikfestival zu Ende gegangen. Besprechungen der letzten Konzerte im Feuilleton der Passauer Neuen Presse von heute sind HIER und HIER nachzulesen. Dank dieses erneut großen Andrangs wird voraussichtlich eine "schwarze Null" unter der wirtschaftlichen Abrechnung stehen.
Im kommenden Jahr 2011 findet das Festival vom 1. bis 11. September statt. Und es gibt schon Pläne, die bisherige Programmstruktur publikumswirksam aufzufrischen, der "Adalbert-Stifter-Stadel" am Wild-Berghof Buchet soll zur Opernbühne werden:
"„Dazu müssen wir den Hof für die Festivalzeit umkonstruieren. Momentan arbeiten wir an der technischen Umsetzung“, verrät Thomas E. Bauer. Inszeniert werden soll Mozarts „Zauberflöte“. Warum ausgerechnet dieses Werk? „Das bietet sich an, weil der Texter, Emanuel Schikaneder, ein gebürtiger Straubinger war. Da könnte man Tamino in eine Lederhose und Pamina in ein Dirndl stecken. Denkbar wäre auch Sarastro als großer Gäubodenbauer“, ist Thomas E. Bauer schon jetzt kaum noch zu bremsen."
(Deggendorfer Zeitung von heute, Link nicht öffentlich zugänglich.)
Man darf also gespannt sein auf die nächste Spielzeit!

Freitag, 10. September 2010

(K)Eine romantische Geschichte ...


... oder: WIE MAN SICH TÄUSCHEN KANN - EINE WAHRE GESCHICHTE, erzählt vom Münchener Komponisten Moritz Eggert auf BAD BLOG OF MUSICK, einem der Blogs der NEUEN MUSIKZEITUNG.
So schön, daß man es nicht erfinden könnte!

Kulturwald-Echo II


Im alten Sudhaus in Schwarzach (Landkreis Straubing-Bogen) gastierte am vergangenen Mittwoch im Rahmen des Kulturwald-Musikfestivals das Münchener Blechbläserquintett "Harmonic Brass" und begeisterte das Publikum mit einem ebenso gefälligen wie technisch geschliffenen Auftritt. Im Feuilleton der Passauer Neuen Presse von heute ist MEINE REZENSION DAZU zu lesen:
"„One Day Of Music“ im urigen Ambiente des ehemaligen Schwarzacher Sudhauses - selten ging ein „Tag“ so schnell und kurzweilig vorbei. Und wenn es einen Publikumspreis für das gelungenste Kulturwald-Konzert gäbe, wären Hans Zellner und Gergely Lukács (Trompeten), Andreas Binder (Horn), Thomas Lux (Posaune) und Manfred Häberlein (Tuba) sicher allererste Anwärter dafür, denn bei dieser Truppe stimmt einfach alles: das Können, die Performance, das Repertoire.
Nichts, was seit Bach an guter und schöner Musik komponiert wurde, ist vor ihrer instrumentalen Meisterschaft sicher: weder Griegs „Morgenstimmung“ aus „Peer Gynt“ noch Bachs d-Moll-Toccata samt Fuge, weder Händels „Ombra mai fú“ und „Königin von Saba“, Rossinis „Wilhelm-Tell“-Ouverture oder der „Karneval in Venedig“ von Jean-Baptiste Arban, noch Medleys aus Kinderliedern und Melodien von John Williams, Michael Jackson und Frank Sinatra."

Samstag, 4. September 2010

Kulturwald-Echo I


Das spektakuläre Auftaktkonzert des Kulturwald-Musikfestivals mit Moritz Eggerts "De Avaritia" und Carl Orffs "Carmina Burana" hat schon im Vorfeld eine beachtliche Medienpräsenz erfahren (u. a. mehrere Berichte in den Hörfunkprogrammen und den Fernsehnachrichten des Bayerischen Rundfunks). Als Rezension öffentlich online zugänglich ist u. a. heute ein BERICHT IM FEUILLETON DER PASSAUER NEUEN PRESSE, der sehr treffend auf die gelungene und auch künstlerisch überzeugende Aufführung vor allem der "Carmina Burana" vor über 1000 Zuhörern eingeht:
"Höhepunkt aber sind dann doch die „Carmina Burana“ selbst. Nicht nur, weil die Damen der Lofoten Voices um die norwegische Mezzo-Sopranistin Marianne Beate Kielland und die Herren der Max-Reger-Vereinigung geschliffenen Chorgesang präsentieren. Nicht nur, weil Susanne Bernhards Sopran voller schillernder Wärme ein erhebendes Solo auf das nächste folgen lässt und Thomas E. Bauer sowie Sound-and-Fury-Altus David Erler trotz aller Hubschrauber-Strapazen große Form erreichen. Nicht nur, weil Philipp Amelung am Pult eine Meisterleistung vollbringt und seine vielen, vielen Sänger zum Äußersten motiviert."
Ein kurzer VIDEOBEITRAG über die Uraufführung von "De Avaritia" von Moritz Eggert ist bei der Passauer Neuen Presse zu sehen.

Samstag, 28. August 2010

Der (Kultur-)Wald ruft!


Am kommenden Freitag, den 3. September, startet das "KULTURWALD"-MUSIKFESTIVAL in seine dritte Saison, und allen Lesern, die im näheren oder weiteren Einzugsbereich des Bayerischen Waldes um Deggendorf liegen, möchte ich hiermit den einen oder anderen Besuch bei den ZAHLREICHEN VERANSTALTUNGEN aufs Wärmste empfehlen. Auf einige Höhepunkte aus dem vielseitigen Programm sei hiermit eigens hingewiesen:

Bereits am Donnerstag, den 2. September, findet als "Vorabend" zum Festival in der Stadthalle Deggendorf eine Aufführung der "Carmina Burana" von Carl Orff statt. Spektakulär verspricht die Verknüpfung dieses Werkes mit der Uraufführung von "De Avaritia" von Moritz Eggert zu werden, das als szenischer Prolog zu Orffs Klassiker konzipiert ist und einen Teil der Aufführung in Helikopter verlegt, die von Bayerisch Eisenstein zur Stadthalle Deggendorf fliegen.

Für Sonntag, den 5. September, sei vor allem auf das Konzert um 18.00 Uhr verwiesen, bei dem u. a. der Pianist Jos van Immerseel im Schloß Freudenhain in Passau zu hören ist, bevor er am 10. September in Bremen den mit 25.000 Euro dotierten MUSIKFEST-PREIS BREMEN 2010 verliehen bekommt.

Am Montag, den 6. September, dürfte sich die Fahrt in die Pfarrkirche von Viechtach lohnen, wo um 20.00 Uhr Chormusik von Grieg, Mendelssohn und Strauss zu hören ist, dargeboten von den Frauenstimmen der norwegischen "Lofoten Voices" und dem Männerchor "Max-Reger-Vereinigung", der 2006 den 1. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb in Kiel errang.

Am Dienstag, den 7. September, verspricht das Konzert um 22.00 Uhr im herrlichen barocken Festsaal der Benediktinerabtei Metten interessant zu werden, wo "Imitatio Naturae - Klangrede und Lautmalerein ind er Vokalmusik der Renaissance" auf dem Programm steht.

Tags darauf, am Mittwoch, den 8. September, gastiert das Ensemble "Harmonic Brass" im alten Sudhaus in Schwarzach - ein heißer Tip für Freunde gepflegtester Blechbläsermusik.

Ein Nachtkonzert am Samstag, den 11. September, um 22.30 Uhr führt das weltbekannte Ensemble "Quadro Nuevo" mit Tangomusik an den Hauptspielort des Festivals, den Adalbert-Stifter-Stadel auf dem Wildberghof Buchet bei Bernried im Landkreis Deggendorf.

Der letzte Tag schließlich (Sonntag, 12. September), ist gespickt mit hochkarätigen Terminen: Um 11.00 Uhr gastiert das Streichquartett "Engegårdkvartetten" mit der Pianistin Uta Hielscher im Klostersaal von Walderbach; um 14.00 Uhr lädt der Altist Franz Vitzthum in die Umgebung von Buchet zu einem Wanderkonzert mit Lautenliedern des 16. und 17. Jahrhunderts. Der Auftritt von Georg Ringsgwandl und Band um 17.00 Uhr in Buchet ist bereits ausverkauft; um 20.00 Uhr findet das Abschlußkonzert in Buchet statt - wie immer mit einem bunten Programm, an dem zahlreiche Künstler des Festivals noch einmal beteiligt sind.

Der Hauptspielort des Kulturwald-Musikfestivals:
Der Wildberghof von Familie Gstettenbauer in Buchet.

Nach nur zwei Festspielzeiten hat sich der KULTURWALD in Buchet bereits als eines der auffälligsten Musikfestivals Ostbayerns etabliert - nicht nur durch die herrliche Landschaft, in der er stattfindet, sondern vor allem durch die einmalige Mischung des Programms und die ungezwungene, legere Atmosphäre, die Künstler und Publikum so nah zusammenbringt wie kaum bei einem anderen Musikevent. Nochmals herzliche Einladung!

Sonntag, 22. August 2010

Selbst das Straßenbauamt ...

... eines deutschen Bistumssitzes weiß offensichtlich, wie die Kirche auf den rechten Weg findet:

Foto: (c) C. Weber 2010

Prima! Jetzt müßten nur noch die angesprochenen Behörden diesen vorgezeichneten Weg auch tatsächlich einschlagen. Sollte doch eigentlich bei der angeblichen teutonischen Ordnungsliebe kein Problem sein, oder?

Samstag, 21. August 2010

Neues vom NGL ;-)

"Es lebe der ..." - nein, nicht der Sport, sondern:



Angeregt von Mitbloggerin SPONSA AGNI hat der ebenso kreative wie emsige Blogger-Kollege HERR ALIPIUS aus dem Augustinerchorherrenstift Klosterneuburg bei Wien auf den Austropop-Klassiker von Rainhard Fendrich eine "Papsthymne" gedichtet, die zwar etwas den österreichischen Schmäh des Originals vermissen läßt, aber ansonsten das Zeug zur Nummer 1 in den erzkatholischen N(eues)G(eistliches)L(ied)-Charts hat.
Hoffentlich tritt Rainhard Fendrich die Rechte an der Melodie zu günstigen Konditionen ab, damit einer baldigen Uraufführung (etwa bei der Diakonenweihe des Textdichters am 8. September) nichts im Wege steht!

Freitag, 13. August 2010

Premio non assegnato ...

... heißt es auch heuer auf der Website der FONDAZIONE GUIDO D'AREZZO, wo seit kurzem die Ergebnisse des diesjährigen 37. Internationalen Kompositionswettbewerbs "Guido d'Arezzo" vermeldet werden. Weder der erste noch der zweite Preis wurden vergeben. Eine (undotierte) lobende Erwähnung erhielt die Komposition "Dos palabras" des 1963 geborenen IVO ANTOGNINI aus Aranno in der Schweiz.

Statue des Mönches Guido in Arezzo
Foto: Wikipedia

Wie aus dem VERZEICHNIS DER PREISTRÄGER seit 1995 zu ersehen ist, wurde damit im achten Jahr in Folge kein erster Preis vergeben - den bislang letzten erhielt im Jahr 2002 meine Motette "Vanitas". Ob die wirklich so gut war, kann ich selber nicht unbefangen beurteilen - aufgeführt wurde sie seit ihrer Uraufführung im toskanischen Arezzo 2003 durch den Konzertchor der Universität Manila jedenfalls nicht mehr, soweit mir bekannt ist. Trotz verschiedener Bemühungen hat sich bislang kein Chor gefunden, der sich an das zugegebenermaßen nicht ganz einfache Stück getraut hätte.
Dennoch finde ich es ausgesprochen schade, daß der hochangesehene Wettbewerb von Arezzo es nicht schafft, fähige Komponisten mit qualitätvollen und originellen Werken anzulocken (was ich kaum glauben mag). Immerhin sind die Preisgelder von 5.000 € bzw. 2.500 € für den ersten und zweiten Preis doch beachtlich. Was ich nicht hoffe, ist, daß die regelmäßige Nichtvergabe von Preisen mit finanziellen Engpässen der Stiftung zu tun hat - oder daß die jährlich wechselnden Juroren einfach utopische Maßstäbe anlegen.

Montag, 9. August 2010

"Tolle Kirchen, aber keine Leute drin"

Ich möchte nicht versäumen, an dieser Stelle auf eine höchst lesenswerte REPORTAGE VON HANNES HINTERMEIER in der heutigen Online-Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen" hinzuweisen, die man in ihrer neutral-beobachtenden Sprache bei schonungsloser Offenheit des Inhalts getrost als ein Musterbeispiel für jenen Qualitätsjournalismus bezeichnen darf, den man in der Kirchenberichterstattung der vergangenen Monate so oft schmerzlich vermißte.

Unterfüttert mit Statements des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst und des seit zwei Jahren in Frankfurt studierenden Kameruner Priesters Andrew Ngah beschreibt Hintermeier den in allen relevanten Punkten desolaten Zustand der katholischen Kirche in Deutschland. Einige Zitate aus dem langen Text:
"Das öffentliche Bild der katholischen Kirche in Deutschland wird geprägt von prügelnden Klosterbrüdern, einem alkoholkranken Bischof, pädophilen und homosexuellen Priestern. Die Amtsträger mauern entweder oder rechnen öffentlich miteinander ab. Und über allem thront der vermeintlich distanzierte Papst aus Deutschland, den in diesen Strudel hineinzuziehen nicht ganz gelungen ist. An Versuchen hat es nicht gefehlt. (...) Die Rolle des Papstes in der Kirche wird dabei mit Begeisterung fehlinterpretiert - als wäre er ein Fußballtrainer oder Vorstandsvorsitzender."
"Solidarität mit dem Papst ist besonders bei deutschen Bischöfen keine Paradedisziplin."
"Vierzig Jahre liegt der Aufbruch zurück, die Achtundsechziger gehen demnächst in Pension. Sie haben ihren Kurs auf die Bedürfnisse der Gesellschaft abgestimmt, genützt hat auch das nichts. Nun macht sich angesichts einer verdörrenden Glaubenslandschaft Desillusionierung breit. Believing without belonging: Kirche wird heute gern als religiöse Dienstleistungsgesellschaft genommen, Caritas und Diakonie genießen ein höheres Ansehen als die Amtskirchen. Aktive Gemeindearbeit ist schon weniger beliebt, und so macht das Unwort von der „Verkernung“ die Runde: ein schrumpfender Kern von teilweise extrem engagierten Aktiven bestimmt das Milieu und die Atmosphäre in der Gemeinde."
"Die Kirche erreicht von zehn Sozialmilieus nur noch drei: Konservative, Traditionsverwurzelte und Teile der bürgerlichen Mitte. Keine Chance bei Hedonisten, Konsumidealisten oder sogenannten „modernen Performern“. Die haben am Sonntag andere Ziele."
"„Die katholische Kirche ist universale Weltkirche, die sich in Ortskirchen darstellt. Evangelischerseits gibt es das Verständnis einer Landeskirche mit starkem Ortsbezug.“ Heißt für die Katholiken: Der Ort darf sich nicht selbst genügen. Das tut er aber oft genug, häufig den Priester eingeschlossen. Da wird die sonntägliche Predigt genutzt, um die eigenen Glaubenszweifel zu thematisieren - anstatt das Evangelium zu deuten. Und wie aufgeweicht und nachlässig mit der Liturgie umgegangen wird: Da wird keine Brücke gebaut für die nachwachsenden Generationen, die gar nicht wissen, was da geschieht, weil es ihnen niemand erklärt."
"Für den Schriftsteller Martin Mosebach steht fest: Hier ist ein Großexperiment gescheitert. Die „Aggiornamento-Kirche“, die sich anpassende Kirche, habe Generationen den Glauben gekostet. Tebartz-van Elst stützt die These, insofern er einräumt: „Liturgie ist nicht Event. Gott handelt an uns. Aller Aktionismus in der Liturgie hat augenscheinlich nicht zu einer Vertiefung des Glaubens beigetragen.“"
"Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken etwa, ein Zusammenschluss von mehreren kirchlichen Vereinen, spricht gewöhnlich im Gestus höchster Autorität, obwohl es nicht legitimiert ist, „die“ Katholiken zu repräsentieren."
Lesen Sie auch den Rest, es lohnt sich!
Und die private Anmerkung sei noch gestattet: Bei der nächsten Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz sollte diese Reportage als einziger Tagesordnungspunkt gelesen und meditiert werden - um dann die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Die könnten eigentlich nur darin bestehen, endlich Schluß zu machen mit der gescheiterten "Pastoral", die das Katholische immer mehr an die Welt anpaßt anstatt die Welt zu evangelisieren. Gerade die Kirche in unserem Land müßte nicht erst lange nach einem Vorbild für die nötige Kehrtwende suchen - wir haben sie seit 2005, wie Bischof Tebartz-van Elst weiß:
"„Papst Benedikt steht für einen Glauben, der inhaltlich in der Lage ist, den Diskurs mit dieser Welt zu führen - für das gewinnnende Profil einer Kirche mit Tiefe und Weite.“"
"Ja, dann tut doch endlich das, was er sagt" möchte man dem Limburger Oberhirten und all seinen Amtsbrüdern zurufen - "und zwar schleunigst, mit dem tatkräftigen Engagement echter Hirten!"

Dienstag, 13. Juli 2010

Erste Domkapellmeisterin Deutschlands


Lucia Hilz
Foto: (c) http://www.erzbistum-muenchen.de

Wie das Erzbistum München und Freising HEUTE MITTEILT, wird die seit 2008 vakante Stelle des Münchner Domkapellmeisters zum 1. September 2010 neu besetzt. Mit Lucia Hilz (35) übernimmt erstmals in Deutschland eine Frau dieses Amt. Da weltweit schon längst nicht mehr nur Kleriker die Leitung der Dommusiken innehaben, ist es eigentlich ein Wunder, daß ausgerechnet hierzulande diese Bastion der Männlichkeit so lange gehalten hat.
Ich durfte Frau Hilz im September 2009 kennenlernen, als sie anläßlich der "Tage neuer Kirchenmusik" in Bayern die Uraufführung meiner Komposition "Heilig" vorbereitete und leitete, die beim Kompositionswettbewerb den ersten Preis errungen hatte. Angesichts der Professionalität, mit der sie dabei zu Werke ging, und ihrer sympathischen Art habe ich nicht den geringsten Zweifel, daß sie für ihr neues Amt die besten Voraussetzungen mitbringt.
Liebe Frau Hilz, ganz herzliche Glückwünsche zu Ihrer Ernennung, und Gottes Segen für Ihr hoffentlich langjähriges Wirken an der Münchner Bischofskirche!

Freitag, 18. Juni 2010

Herbert Paulmichl zum 75. Geburtstag

Ich freue mich, dem bedeutendsten lebenden Komponisten Südtirols meine herzlichsten Glückwünsche zum heutigen 75. Geburtstag aussprechen zu können: HERBERT PAULMICHL, der wie kein zweiter die kirchenmusikalische Landschaft zwischen Brenner und Bozen nach dem II. Vatikanischen Konzil geprägt hat und noch immer prägt. Das Vakuum an landessprachlicher Kirchenmusik, das die Liturgiereform über Nacht hervorgerufen hatte, verringerte er mit einer Vielzahl an gut aufführbaren, aber qualitätsbewußten Kompositionen; sein Werkverzeichnis reicht inzwischen weit über die Opuszahl 300 hinaus.
Schon als Kind durfte ich den Jubilar während unserer alljährlichen Südtirolurlaube kennenlernen. Im Jahr 2007 beteiligte sich Herbert Paulmichl dankenswerterweise mit zwei Beiträgen an der Festschrift "SOLI DOMINO DECANTABAT" zum 70. Geburtstag meines Vaters, Kirchenmusikdirektor Erich Weber. Der "Orgelpsalm" op. 301 (über "Nun lobet Gott im hohen Thron" und Psalm 150 in der Verdeutschung von Martin Buber, für Orgel und gem. Chor) und "Zwei Motetten zur Heiligen Cäcilia" op. 308 (für gem. Chor) sind im Tobias Weber Verlag publiziert.

Foto: (c) http://www.musikkirche.it
 
Herbert Paulmichl wurde am 18. Juni 1935 in Stilfs in Südtirol als neuntes von zehn Kindern des Lehrers, Organisten und Chorleiters Leonhard Paulmichl geboren und besuchte das Humanistische Gymnasium „Vinzentinum“ in Brixen, wo er unter anderem von Josef Achmüller, Josef Knapp und Domkapellmeister Angelo Alverà Unterricht in Gesang, Klavier und Orgel erhielt und fünf Jahre lang als Hausorganist tätig war. Von 1956 bis 1959 studierte er in Brixen Theologie, bevor er von 1959 bis 1961 in Regensburg das Studium der katholischen Kirchenmusik (bei Lehrern wie Ferdinand Haberl, Karl Norbert Schmid, Oskar Sigmund und Theobald Schrems) absolvierte. Im Anschluß nahm er an der Staatlichen Hochschule für Musik in München ein Studium in den Hauptfächern Kirchenmusik, Orgel, Dirigieren und Komposition auf. Zu seinen Lehrern zählten dabei Fritz Schieri, Franz Lehrndorfer, Harald Genzmer und Günther Bialas.
Schon vor seiner künstlerischen Staatsprüfung 1967 unterrichtete Paulmichl ab 1965 an der Kirchenmusikabteilung des staatlichen Musikkonservatoriums „Claudio Monteverdi“ in Bozen. Ebenfalls seit 1965 bis heute ist er als Domkapellmeister und Organist am Dom zu Bozen tätig, wo er ein verdienstvolles und weit über die Kirchenmusik hinausreichendes Wirken entfaltete. Im Jahr 1985 wurde er zum Domkapellmeister in Salzburg berufen, kehrte aber nach einjähriger Amtsausübung wieder nach Bozen zurück.
In über fünf Jahrzehnten schuf Herbert Paulmichl ein überaus umfangreiches kompositorisches Werk, das vor allem geistliche und weltliche Musik für Orgel, Instrumente und Chor umfaßt und bei einer Vielzahl von Kompositionswettbewerben mit ersten Preisen bedacht wurde. Sein jahrzehntelanges musikalisches Wirken wurde mit zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen gewürdigt.

Lieber Herr Paulmichl, die besten Glück- und Segenswünsche zu Ihrem Geburtstag - und ad multos annos im Dienst an der musica sacra!

Mittwoch, 2. Juni 2010

Konzerthinweis

Samstag, 12. Juni 2010, 18.00 Uhr
Ludwigsthal (Lkr. Regen), Haus zur Wildnis

"O frische Lust, Gesang im Grünen!"
Volkslied, Klassik, Gospel, Pop

Eintrittskarten zu 10,- Euro bzw. ermäßigt zu 8,- Euro im Haus zur Wildnis und bei Schreibwaren Schreindl (Schottarkaden) in Zwiesel; Informationen unter  www.nationalpark-bayerischer-wald.de.
 
Das ENSEMBLE SOLA VOCE NIEDERALTAICH präsentiert ein buntes Repertoire mit Vokalmusik a cappella und mit Klavier mit einem Schwerpunkt auf Volksliedern in alten und neuen Arrangements und macht dazu Ausflüge in die Welt des Gospels, der Popmusik und der Klassik. Das Ambiente des mitten im Wald gelegenen "Hauses zur Wildnis" wird sicher zu einem ungewöhnlichen Konzertvergnügen beitragen.

Dienstag, 18. Mai 2010

Heute vor 90 Jahren ...

 Foto: (c) L'Osservatore Romano 1985

... kam im polnischen Wadowice Karol Józef Wojtyła zur Welt, der ehrwürdige Diener Gottes Papst Johannes Paul II., der am 2. April 2005 im Vatikan im Rufe der Heiligkeit verstarb.

Montag, 17. Mai 2010

ÖKToberfestnachlese

"Jemand ist zu Gast in einem fremden Haus. Er wird freundlich empfangen. Aber plötzlich fängt er an, sich aufzuplustern. Die eigene Villa sei ja weit schöner. Schönere Vorhänge. Feineres Parkett. Das bessere Klima. Und überhaupt: Alles viel moderner als dieser alte Schuppen hier. (...)
Das Schema ist recht übersichtlich: hier die Aufgeklärten – dort die Doofen. Hier der Fortschritt – dort der Rückschritt. Hier weltoffen – dort vernagelt. Tja, die arme Verwandtschaft. Glücklich, wer sich zu den besseren zählen darf. Dankbar, wer sich auf Kosten der anderen profilieren kann."
Diese und weitere nachdenklich stimmende Gedanken von Peter Seewald über die Bilanz des ÖKT kann man HIER nachlesen.

Apropos Bilanz: Laut Medienberichten beteiligten sich an diesem seit Jahren eifrig beworbenen Spektakel ca. 130.000 Dauer- und mehrere Zehntausend Einzelgäste bei rund 3.000 Einzelveranstaltungen. Daß es sich somit letztlich um eine kirchensteuerfinanzierte Randerscheinung handelte, in der im Aussterben begriffene Seniorenlesezirkel wie "WsK" oder hasenhüttelnde ökumenische Geisterfahrer eine völlig unangemessene mediale Berücksichtigung erfahren haben, zeigt ein simpler Zahlenvergleich:
Alleine beim Gottesdienst von Papst Benedikt in Fatima in der vergangenen Woche waren mehr als 500.000 Menschen anwesend, beim "Regina Caeli"-Gebet am vergangenen Sonntag füllten über 200.000 Gläubige die Piazza San Pietro in Rom, und selbst das DFB-Pokalfinale in Berlin brachte es noch auf über 75.000 Zuschauer.

Montag, 10. Mai 2010

GEMA vs. YouTube

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit wird bereits seit geraumer Zeit ein "Kampf der Giganten" in der Musikverwertung ausgetragen, bei dem es um viel Geld geht: Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA streitet mit dem Videoportal YouTube um die Lizenzgebühren für GEMA-geschütztes Repertoire, das dort eingestellt ist. Nach zähem Ringen hat die GEMA nun die Verhandlungen abgebrochen und läßt die Muskeln spielen, wie aus einer PRESSEMITTEILUNG hervorgeht:
"Seit einem Jahr verhandelte die GEMA mit YouTube erfolglos über einen neuen Lizenzvertrag für Musiknutzungen in Deutschland. Dies bedeutet für die Urheber musikalischer Werke, die von YouTube genutzt werden, dass sie seit April 2009 keine Tantiemen für ihre Werke erhalten. Nun hat die GEMA die Verhandlungen mit YouTube abgebrochen. Im Verbund mit acht weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften möchte die GEMA ein Zeichen setzen: Musik hat ihren Wert.
Die GEMA fordert, begleitend zum Abbruch der Verhandlungen, gemeinsam mit acht weiteren Musikautorengesellschaften von YouTube, rund 600 der von dem Videoportal seit dem 1. April 2009 illegal genutzten Werke zu löschen bzw. den Abruf von Deutschland aus zu sperren. Zu den Mitgliedern des internationalen Verbunds gehören u. a. die US-amerikanischen Autorengesellschaften ASCAP, BMI und SESAC, die französische SACEM und die SIAE (Italien). (...) Gemeinsam repräsentiert dieser internationale Verbund etwa 60 Prozent des Weltrepertoires."
 Man darf gespannt sein, wer in diesem Streit die Oberhand gewinnt. Da es sich um zwei gleichstarke Sparringspartner handelt, dürfte am Ende ein Kompromiß wahrscheinlich sein.

Donnerstag, 6. Mai 2010

... er ist doch auch ein Galiläer!

Foto: (c) http://www.bistum-passau.de
Die Galiläer galten zur Zeit Jesu in Palästina offenbar als das, was den Oberpfälzern in Bayern nachgesagt wird: ein verschlossenes, ungehobeltes Volk ohne richtigen Glauben, dafür mit einem kaum verständlichen Dialekt. Petrus nützt alles Leugnen nichts, als im Hof des Hohenpriesters jemand bemerkt "er ist doch auch ein Galiläer" (Lk 22,59) und ihm gar ins Gesicht sagt "wirklich, auch du gehörst zu ihnen, deine Mundart verrät dich" (Mt 26,73): damit war er unten durch, denn "kann von dort etwas Gutes kommen?" (Joh 1,46)

In genau dieselbe Kerbe schlagen dieser Tage Äußerungen über den Passauer Bischof Wilhelm Schraml. Vordergründig geht es dabei um den hirnrissigen Vorwurf, er lasse seinen ins Auge gefaßten Altersruhesitz in Altötting luxussanieren. In der HEUTIGEN AUSGABE DER PASSAUER NEUEN PRESSE findet sich ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema, der dankenswerterweise die Fülle an Halbwahrheiten und gezielten Irreführungen zu diesem Thema etwas zurechtrückt.

Die Diskussion über den Sinn der Renovierungsausgaben erweist sich bei näherer Betrachtung jedoch nur als Ablenkungsmanöver. Hinweise auf die tatsächliche Nutzfläche der anvisierten Bischofswohnung werden ebenso konsequent ignoriert wie die Tatsache, daß der Bischof für die Nutzung der Wohnung aus seinem Gehalt Miete zahlen müßte oder daß von den Renovierungsmaßnahmen örtliche Baufirmen und Restauratoren profitieren, die so ihre Beschäftigten in Lohn und Brot halten können.
Nein, Zweck des ganzen ist offenkundig, Bischof Schraml nach dem bei seinem Augsburger Kollegen Mixa erfolgreich getesteten Schema loszuwerden - und wenn es schon nicht mit der moralischen Keule klappt, dann wenigstens mit dem Vorwurf der "Verschwendung". Überdeutlich wird dies in einem ebenfalls heute in der PNP veröffentlichten LESERBRIEF, in dem es u. a. heißt:
"Unser Bischof scheint abzuheben, er fühlt sich wie im Mittelalter und lässt sich aus Spendenmitteln oder womöglich sogar aus Kirchensteuermitteln seinen Altersruhesitz herrichten. In Regensburg gibt es sicher leerstehende Wohnungen, dorthin könnte er sich baldmöglichst zurückziehen, dann wäre er wieder dort, wo er hergekommen ist. Bischof Müller hätte wieder einen Mitstreiter und wir hätten wieder unseren Frieden im Bistum."
Das ist also des Pudels Kern: den Oberpfälzer Störenfried im Bischofsamt loszuwerden! "Ausländer raus" auf Niederbayerisch? Schon nach seiner Ernennung sah sich Bischof Schraml mit Äußerungen in den Lokalmedien konfrontiert, warum es denn ausgerechnet ein Oberpfälzer habe sein müssen - als Landsmann fühlte ich mich schon damals an die oben zitierten Aussagen der Bibel erinnert. Von dort kann nichts Gutes kommen.
Bischof Wilhelm Schraml hat es sich nicht selber ausgesucht, als er zum Passauer Bischof ernannt wurde. Daß er auf Wunsch von Papst Benedikt XVI. auf unbestimmte Zeit über die Altersgrenze von 75 Jahren hinaus im Amt bleiben soll, vermutlich auch nicht. Der Versuch, ihn nun mit unverhohlenem Rassismus und durch haltlose Anschuldigungen wegzumobben, ist an Niedertracht und Widerwärtigkeit kaum zu überbieten.

Dienstag, 4. Mai 2010

In memoriam ... Augustin Kardinal Mayer O.S.B. - UPDATE!

Foto: (c) http://petrusbruderschaft.eu

S. R. E. Cardinal Augustin Mayer O.S.B.
Geboren am 23. Mai 1911 in Altötting
Abt der Abtei Metten von 1966-1971
Verstorben am 30. April 2010 in Rom

UPDATE vom 04.05.2010: Wie aus der heute in der Passauer Neuen Presse veröffentlichten TODESANZEIGE der Abtei Metten hervorgeht, findet das Requiem für den Verstorbenen am Mittwoch, den 12. Mai 2010, um 10 Uhr in der Klosterkirche St. Michael in Metten (Landkreis Deggendorf) statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung ebenfalls in der Kirche.

Mit seinen fast 99 Jahren war Augustin Kardinal Mayer der Nestor des Kardinalskollegiums der Katholischen Kirche. Aus der Biographie des Verstorbenen auf der HOMEPAGE DER ABTEI METTEN:
"Mayer besuchte das Mettener Gymnasium und entschied sich nach dem Abitur 1930 in das Kloster einzutreten. Nach seiner Profess 1931 studierte er zuerst Philosophie in Salzburg, dann Theologie in Rom. 1935 wurde er zum Priester geweiht und unterrichtete danach als Lehrer an der ordenseigenen Schule in Metten. Vier Jahre später wechselte der Benediktiner nach Rom, wo er bis 1966 als Theologieprofessor für Dogmatik an der Benediktiner-Hochschule Sant Anselmo lehrte. Am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) hatte er als Sekretär der vorbereitenden Kommission und der Konzilskommission für Studien und Seminare großen Anteil. Das von ihm betreute Dekret über die Priesterausbildung fand als einziges Konzilsdokument schon in der ersten Lesung die Zustimmung der Konzilsväter.
Mit der Wahl zum Abt von Metten holten ihn seine Mitbrüder 1966 zurück in die Heimat. Dieses Amt konnte Mayer jedoch nur bis 1971 ausüben, da ihn Papst Paul VI. dann zum Sekretär der Vatikanischen Kongregation für die Ordensleute und Säkularinstitute berief. 1972 erhielt er die Bischofsweihe. Papst Johannes Paul II. erhob ihn 1985 zum Kardinal und machte ihn zum Präfekten der beiden Kongregationen für Sakramente und Gottesdienst in Rom. Von 1988 bis 1991 bekleidete er das Amt des Präsidenten der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, die sich um die Integrierung romtreuer Traditionalisten bemüht. Mayer ist Träger des Bayerischen Verdienstordens und des Großkreuzes des Bundesverdienstordens."
Kardinal Mayer soll in seiner Heimatabtei Metten (Landkreis Deggendorf) seine letzte Ruhe finden. R. I. P.

Freitag, 23. April 2010

Konzerthinweis

Am morgigen Samstag, den 24. April, findet um 20.00 Uhr in der Basilika St. Mauritius in Niederalteich (Lkr. Deggendorf) ein Benefizkonzert anläßlich des sechzigjährigen Bestehens der LANDVOLKSHOCHSCHULE NIEDERALTEICH statt, zu dem hiermit herzlich eingeladen sei. Das ENSEMBLE SOLA VOCE NIEDERALTAICH singt Psalmvertonungen von der Gregorianik bis zur Gegenwart, der Organist Franz Xaver Oswald spielt Orgelwerke von Noël Goemanne und Théodore Dubois. Eintrittskarten zu 10,- € (ermäßigt 6,- €) sind an der Abendkasse erhältlich.

Folgende Werke kommen zur Aufführung:

Noël Goemanne: El dià de fiesta
aus "San Antonio Suite" für Orgel

Greg. Choral: Jubilate Deo omnis terra
T. L. de Victoria: Confitebor tibi Domine
O. di Lasso: Jubilate Deo omnis terra
G. P. da Palestrina: Sicut cervus desiderat
C. Monteverdi: Lauda Jerusalem Dominum

F. C. Th. Dubois: Prélude und Marcietta
aus "7 Morceaux pour Grand Orgue"

G. Farnaby: I did in heart rejoyce
S. Wesley: Behold, how good and joyful
S. Wesley: Si iniquitates obeservaveris
M. Haydn: Angelis suis
J. H. Rolle: Der Herr ist König

F. C. Th. Dubois: Cantilène religieuse und Marche-Sortie
aus "7 Morceaux pour Grand Orgue"

P. Tschesnokow: Blagoslovi, duže moja, Gospoda
St. Trenner: Happy the man
H. Poos: Psalm 77 "Ich rufe zu Gott"

Montag, 19. April 2010

Benedictus, qui venit ...

 
Foto: (c) www.vatican.va

Es gibt nur wenige Momente in meinem Leben, an die ich so lebendige Erinnerungen habe wie an den Abend des 19. April 2005. Ich war auf dem Nachhauseweg von einem Termin und hörte im Autoradio die Meldungen, daß wohl ein neuer Papst gewählt sei und die Bekanntgabe unmittelbar bevorstehe.

Daheim angekommen, stürmte ich ins Haus und zu meiner Frau vor den Fernseher, als gerade der Vorhang der Benediktionsloggia des Petersdomes aufging und Kardinalprotodiakon Jorge Arturo Medina Estévez vor das Mikrophon trat: „Annuntio vobis gaudium magnum: Habemus Papam! – Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum Josephum [die folgende Kunstpause wurde zur Legende – „Josef gibt’s ein paar unter den Kardinälen!“, sagte ich noch zu meiner Frau] Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Ratzinger, qui sibi nomen imposuit Benedicti decimi sexti.“ Voll ungläubiger Freude fielen wir uns um den Hals – und weinten beide, wie ich ehrlich gestehe, als unser Landsmann Joseph Ratzinger als Papst Benedikt XVI. auf die Loggia trat. Noch im Nachhinein möchte ich diesen Moment als den glücklichsten Augenblick meines bisherigen Katholikenlebens bezeichnen.


Und es war nicht der Triumph des „Tu es Petrus“, der mir damals spontan in den Sinn kam, sondern ein Satz aus der „Missa Papae Marcelli“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina: „Benedictus qui venit in nomine Domini“ – „Benedictus/gebenedeit, der da kommt im Namen des Herrn“. Verhalten und voll überirdischer Schönheit hebt dieser Gesang an, fast schüchtern – genau so, wie der kleine, alte und so ehrwürdige Mann da oben auf der Loggia stand, mit dem uns Katholiken damals ein Hirte und Vater geschenkt wurde, wie wir ihn so dringend brauchen. Ja, Papst Benedikt war und ist wahrhaftig einer, der da kommt im Namen des Herrn, und ich danke Gott für jeden Tag, den er ihm noch in diesem Amt vergönnt (oder auch zumutet, möchte man heute fast sagen).

Lieber Heiliger Vater, aus Ihrer bayerischen Heimat die allerbesten Glückwünsche zum fünften Jahrestag Ihrer Wahl, und einen aus tiefstem Herzen kommenden Dank dafür, daß durch Sie als Vater unsere katholische Kirche für viele treue, gläubige Seelen wieder an Mütterlichkeit gewonnen hat!

Sonntag, 18. April 2010

In memoriam ... Tomáš Kardinal Špidlík S.J.

Foto: (c) www.aciprensa.com
 
S. R. E. Cardinal Tomáš Špidlík S.J.
Geboren am 17. Dezember 1919 in Boskovice (CR)
Verstorben am 16. April 2010 in Rom

Am vergangenen Freitag, dem Geburtstag unseres Heiligen Vaters, verstarb in Rom TOMÁŠ KARDINAL ŠPIDLÍK S.J., einer der kenntnisreichsten Ostkirchenexperten der katholischen Kirche.

Gerne und mit Freude denke ich an die Zeit während meines Studiums am Pontificium Collegium Russicum in Rom zurück, als er mich und einige andere Kommilitonen mit Geduld und Charme in die Anfangsgründe der altkirchenslawischen Liturgiesprache der Ostkirche einführte. Ich erlebte ihn (damals noch als "einfachen" Jesuitenpater und Professor des Pontificium Institutum Orientale) als einen Mann von brillantem Geist, größter persönlicher Bescheidenheit und liebenswürdigster Herzlichkeit im Umgang mit uns ahnungslosen Studenten. Daß wir von einem künftigen Kardinal unterrichtet wurden, hätten wir uns damals nicht träumen lassen. R. I. P.

Freitag, 16. April 2010

AD MULTOS ANNOS!


B avaria
E xorto
N unc
E cclesiae
D ecori
I  ngenioso
C onservatori
T heologiae
O rbis

P ontifici
A ugusto
P lebis
A ntistiti
E xpertissimo

X enium
V enerabunde
I  ntonatum

Unserem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI.
die herzlichsten Glück- und Segenswünsche
zu seinem heutigen 83. Geburtstag!
 
Oremus pro Pontifice nostro Benedicto:
 Dominus conservet eum, et vivificet eum,
et beatum faciat eum in terra,
et non tradat eum in animam inimicorum eius.

Dienstag, 13. April 2010

Pueri concinnite ...

Ein Schmankerl für alle Freunde von Knabenchören findet am Freitag, dem 30. April 2010, um 19.30 Uhr im Hohen Dom zu Regensburg statt, wie die Regensburger Domspatzen auf ihrer WEBSITE mitteilen. In einem gemeinsamen Konzert sind die Regensburger Domspatzen unter Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner als "Hausherren", der Thomanerchor Leipzig unter Thomaskantor Georg Christoph Biller und der Dresdner Kreuzchor unter Kreuzkantor Roderich Kreile zu hören, an der Domorgel spielt Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber.
Anlaß dieses ebenso seltenen wie hochkarätigen "Gipfeltreffens" ist die Fußballmeisterschaft der Knabenchöre, die am selben Wochenende in Regensburg stattfindet, und bei der die Domspatzen ihren Titel als amtierender "Fußballweltmeister der Knabenchöre" verteidigen wollen:
"Eingeladen sind die "Briefmarken-Chöre", ja tatsächlich. Denn im Jahr 2003 brachte die Deutsche Post als Sondermarke den Thomanerchor Leipzig, den Dresdner Kreuzchor und die Regensburger Domspatzen in einem Dreier-Set heraus. In Regensburg stellen sie ihr musikalisches Können unter Beweis, aber auch das fußballerische Talent. Die Domspatzen sind nämlich seit 2006 die "Fußballweltmeister der Knabenchöre" und das gilt es 2010 im Rahmen eines Turniers in Regensburg zu verteidigen. Ein hochkarätiges Wochenende mit Chormusik vom Feinsten und Fußballspiel vom Fröhlichsten erwartet sie am 30.4./1.5. in Regensburg. Karten sind ab Montag, 29. März an der Pforte erhältlich. Tel. 0941-7962-0."

Samstag, 3. April 2010

Sepulto Domino

Das Heilige Grab in der Kapuzinerkirche in Eichstätt
Foto: (c) http://www.eichstaett.info

Jacobus Gallus (ca. 1550-1591):
Sepulto Domino
4 vocum

Ensemble Sola Voce Niederaltaich
(7. April 2009, Schottenkirche St. Jakob Regensburg)


Sepulto Domino signatum est monumentum: volventes lapidem ad ostium monumenti: ponentes milites, qui custodirent illud.
Ne forte veniant discipuli eius, et furentur eum et dicant plebi: Surrexit a mortuis. Ponentes milites, qui custodirent illud.